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11.11.2017

Gratis dürfen, wenn man mal muss

„Nette Toiletten“ sind mit einem Logo gekennzeichnet.

ÖDP will „nette Toilette“ einführen

Immer wieder hören die Stadträte der ÖDP Klagen, dass es zu wenige öffentliche Toiletten in Weißenhorn gibt. Die Fraktion möchte Passanten zu einer Erleichterung verhelfen, wenn sie ein dringendes Bedürfnis spüren – und startet deshalb erneut einen Vorstoß, die „Nette Toilette“ in der Fuggerstadt einzuführen. Vor drei Jahren hatte die ÖDP schon einmal eine solche Anfrage an die Verwaltung gerichtet – ohne positives Echo.

Hinter der lustigen Bezeichnung steckt ein Konzept, das 2001 in Aalen erfunden wurde und an dem sich inzwischen 260 deutsche Städte beteiligen. Gastronomen und Händler stellen ihre Toiletten der Öffentlichkeit zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Sie erhalten dafür von der Stadt eine Aufwandsentschädigung. Der ÖDP-Fraktionsvorsitzende Ulrich Hoffmann hofft, dass eine solche Kooperation der kommunalen Verwaltung und der lokalen Privatwirtschaft auch in Weißenhorn entsteht. Er weist darauf hin, dass in anderen bayerischen Kommunen die Aktion vom Hotel- und Gaststättenverband und vom Handelsverband unterstützt wird.

Aus Sicht der ÖDP könnten alle Beteiligten profitieren: „Der Bevölkerung stehen in der Innenstadt flächendeckend frei zugängliche Toiletten zur Verfügung, die sauber, gepflegt und zum Teil bis spät in die Nacht geöffnet sind“, sagt Hoffmann. „Die Gastronomen und Händler gewinnen eventuell den einen oder anderen neuen Gast oder Kunden hinzu. Und die Stadt muss keine weiteren eigenen öffentlichen Toiletten bauen und betreiben.“ Wie berichtet, will die Stadt im nächsten Jahr ein neues, öffentliches WC im Zentrum bauen. (az)

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