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12.07.2010

Große Feier für ein Kleinod

Vor 250 Jahren wurde der Grundstein der Maria-Hilf-Kapelle in Senden-Ay gelegt. Diesem Ereignis wird mit Prozession und Fest gedacht. Fotos: ahoi
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Vor 250 Jahren wurde der Grundstein der Maria-Hilf-Kapelle in Senden-Ay gelegt. Diesem Ereignis wird mit Prozession und Fest gedacht. Fotos: ahoi

Senden-Ay Zum 250. Mal jährte sich der Tag der Grundsteinlegung im Mai - am kommenden Wochenende wird das Jubiläum der Ayer Kapelle offiziell gefeiert. Der Verein "Freunde der Maria-Hilf-Kapelle Ay" hat dafür eine Prozession, Gottesdienst in der Kapelle und anschließend ein Fest geplant. Beginn der Prozession ist um 9.30 Uhr an der Kirche St. Josef. Bei schlechtem Wetter entfällt die Prozession, der Gottesdienst wird dann in der Kirche St. Josef gefeiert. Das Fest würde in diesem Fall im Haus der Begegnung stattfinden.

Die Vorbereitungen fürs Jubiläumsfest laufen auf Hochtouren. Der Verein hat ein Zelt besorgt, in dem die Besucher vor der Kapelle Platz nehmen können. Die Kapelle selbst fasst nur etwa 35 Besucher, daher soll der Gottesdienst draußen zelebriert werden. Zur Teilnahme an der Prozession, erklärt Zweiter Vorsitzender der Kapellenfreunde, Franz-Josef Wolfinger, hätten bereits einige Vereine zugesagt. Für Musik sorgt die Musikvereinigung Senden-Ay-Oberkirchberg.

Bau in Eigenregie gestemmt

Der Rokoko-Bau an der Ulmer Straße ist eine von wenigen historischen Gebäuden im Stadtgebiet Sendens, entstanden 1760 als Gotteshaus für die Ayer Bevölkerung, die bis dahin die Messen in Aufheim besucht hatte. Der Bau geht zurück auf die Stiftung einer Wochenmesse des Ayer Bürgers Johann Georg Bihlmayer. Der kleine Weiler Ay muss den Bau finanziell in Eigenregie gestemmt haben. Als Baumeister wird Jakob Jehle aus Illertissen gehandelt, allerdings kämen auch andere Baumeister in Betracht, sicher ist die Wissenschaft in dieser Frage nicht. Das Innenleben des kleinen Gotteshauses birgt sehenswerte Kunstschätze, etwa zwei Holzfiguren, die Muttergottes und die Heilige Agnes, geschaffen im 15. Jahrhundert in der Werkstatt Georg Syrlins. Bis heute finden in der Kapelle regelmäßig Gottesdienste statt und die Kapellenfreunde bemühen sich seit mehr als 25 Jahren, den Erhalt dieses im Landkreis einmaligen Kleinods mit Spenden zu unterstützen. Die Kapellenfreunde sähen es gerne, bekäme der Bau eine angemessene Umgebung. Der vor wenigen Jahren gefasste Plan, den Vorplatz und die daran anschließende Kreuzung zwischen Ulmer Straße und Hauptstraße völlig umzugestalten, wurde aus Kostengründen hintangestellt. Angedacht waren im Jahr 2008 ein Kreisverkehr und neuer Bodenbelag für den Kapellenplatz, im selben Zuge eine Umgestaltung der Hauptstraße.

Außerdem sollte der Brunnen vor der Kapelle durch eine Marienstatue oder einen anderen Brunnen ersetzt werden. In der Diskussion sind drei Entwürfe des Ayer Malers Albert Botzenhard.

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