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Alarm

07.05.2020

Großeinsatz: Gefahrstoff tritt in Sendener Firma aus

Ein Chemieunfall in Senden hat für einen großen Einsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt.
Bild: Thomas Heckmann

Eine chemische Reaktion löst einen Wasserrohrbruch aus. Feuerwehr und Polizei rücken mit Spezialkräften an

Gefahrgutalarm in Senden: Am Mittwochmorgen gegen 5.45 Uhr rückte ein Großaufgebot an Feuerwehr, Rettungs- und Polizeikräften zu einer Firma in der Siemensstraße nach Senden aus. Bevor die Rettungskräfte kamen, wurde schon der Geschäftsführer des Fertigungsbetriebes automatisch über einen ausgelösten Gasmelder alarmiert. Die Warnanlage zeigte auf einen gesicherten Chemikalienraum. Unter Atemschutz und mit Schutzanzügen suchte die Feuerwehr den Grund: eine chemische Reaktion in einem Gefahrgutbehälter.

Ein Chemiker der Feuerwehr und speziell im Umgang mit Chemikalien geschulte Feuerwehrleute konnten gemeinsam mit der Geschäftsleitung herausfinden, welche Stoffe dort zusammengekommen sind. Die chemische Reaktion führte zu einem starken Überdruck, sodass der Deckel des Behälters gegen eine Wasserleitung geschleudert wurde. Dadurch entstand zusätzlich ein Wasserrohrbruch in der Firma, bei dem neben dem Gefahrgut etwa 6000 bis 8000 Liter Wasser ausgetreten sind, teilt die Polizei mit.

Bei dem Vorfall kamen weder Menschen zu Schaden, noch entstand Sachschaden. Für Anwohner und Angestellte der Firma bestand laut Polizei zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Der Chemikalienraum wurde von Feuerwehrleuten mit Schutzanzügen ausgeräumt, ausgelaufene Flüssigkeiten wurden mit Bindemitteln abgefangen und auch die beschädigte Wasserleitung verschlossen. Für den anstrengenden mehrstündigen Einsatz in den Schutzanzügen mussten immer wieder die Feuerwehrleute ausgetauscht werden. Beim Verlassen der Sperrzone wurde der Chemikalienschutzanzug grob gereinigt und dann in Säcke zur Entsorgung gepackt. Gleichzeitig wurde mit Lüftern das Firmengebäude belüftet, um etwaige Chemikaliendämpfe aus dem Gebäude zu drücken.

Die Feuerwehren Senden und Weißenhorn sowie Spezialkräfte der Feuerwehr Neu-Ulm waren mit insgesamt rund 50 Personen, der Rettungsdienst mit zwei Fahrzeugen im Einsatz. (az, heck)

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