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Pfuhl

01.02.2020

Handwerker- und Gewerbeverein Pfuhl löst sich nicht auf

Der neue HGV-Vorsitzende Walter Wall und der Kassier Alexander Schwaier. Nicht anwesend sein konnte bei der Versammlung der stellvertretende Vorsitzende Stefan Heimann.
Bild: Inge Pflüger

Der Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) Pfuhl löst sich nicht auf. Stattdessen soll es bereits im Juli eine kleine Sonderschau geben.

Das Gespenst einer Vereins-Auflösung ist vorerst verjagt. Vielmehr will der Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) Pfuhl künftig bei der Leistungsschau kleinere Brötchen backen: Statt in der großen Seehalle soll in einer abgespeckten „Sonderschau“ im Historischen Museumsstadel für die heimischen Produkte geworben werden. Die erste Ausgabe der Sonderschau soll bereits im Juli über die Bühne gehen.

Keine zwei Dutzend Mitglieder kamen am Donnerstagabend in den Museumsstadel zur Jahreshauptversammlung, um Bilanz zu ziehen. In erster Linie galt es, nach Mitteln und Wege zu suchen, um den im Jahr 2006 gegründeten Verein vor dem Untergang zu retten. Denn schon seit etlichen Jahren schwebt der Untergang wie ein Damoklesschwert über dem HGV – Jahr für Jahr treten Mitglieder aus (wir berichteten). Dem Bericht des Vorsitzenden Karl Wall zufolge zählt der Verein aktuell 59 Mitglieder, vier Austritte standen im Jahr 2019 einem Neuzugang gegenüber. Indes klafft in der Vereinskasse aber kein Loch, informierte Kassier Alexander Schwaier.

Anschließend ging es ohne Emotionen ans Eingemachte – die Zukunft des HGV. Nach einer halben Stunde stand fest: der Verein soll nicht untergehen. Die vor Ort nochmals durchgeführte schriftliche Befragung der Mitglieder bestätigte hierbei jene Umfrage im Mai 2019. Der neu gewählte Vorstand wollte damals wie heute keinesfalls die Auflösung des Vereins.

Handwerker- und Gewerbeverein Pfuhl löst sich nicht auf

HGV Pfuhl will im Juli eine kleine Sonderschau im Museumsstadel veranstalten

Erste Pläne für die kleine Sonderschau im Juli gibt es bereits: Der Gewerbeverein soll dann parallel zum Hoffest der Feuerwehrkapelle Pfuhl am Sonntag, 12. Juli, von morgens bis in den Nachmittag hinein im angrenzenden Museumsstadel für ihre heimischen Produkte werben. Allein am Donnerstagabend ließen sich um die 14 Gewerbetreibende für diese Stadel-Schau registrieren. Vorsitzender Wall geht davon aus, dass sich rund 20 Vereine an jeweils einem Tisch im Stadel präsentieren können. Eine Sache stand aber noch aus: Ein schlagkräftiger Namen müsse der Veranstaltung noch gegeben werden, bat der Vorsitzende die Mitglieder um Vorschläge – die gab es aber (noch) nicht.

Der ebenfalls anwesende Handwerker und dritte Vorsitzende der Feuerwehrkapelle, Siegfried Mamitzsch, könnte sich solch eine gemeinsame Lösung sehr gut vorstellen. Auch der Vorsitzende der Museumsfreunde Pfuhl, Rolf Dieter Klossika, hatte einem solchem Vorhaben schon im vergangenen Jahr zugestimmt. Am Sitzungsabend nun schränkte er ein, dass die Museumsfreunde im März turnusgemäße Wahlen durchführen und er sich nicht mehr als Vorsitzender aufstelle. Deshalb wird Wall nach den Neuwahlen mit dem neuen Museumsvorstand das Gespräch suchen.

Wall könnte sich auch vorstellen, dass gemeinsam mit der Feuerwehrkapelle auf Plakaten für die Sonderschau geworben wird, „wir könnten uns da doch andocken“. Jedenfalls zeigte sich: Es ist längst noch nicht alles ausdiskutiert.

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