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07.06.2017

Heilmeyer und die Nazizeit

Heilmeyer

Gründungsrektor im Blick der Forschung

Als Arzt und Gründungsrektor der Universität Ulm war Professor Ludwig Heilmeyer anerkannt. Doch im Vorfeld des Jubiläumsjahres der Universität rückte wie berichtet die politische Gesinnung Heilmeyers stärker ins öffentliche Interesse. In einem Ende 2016 erschienenen Bericht haben zuletzt Freiburger Historiker seine nationalsozialistische Prägung beschrieben: Heilmeyer engagierte sich unter anderem im Freikorps Epp, im Stahlhelm und er wurde Anführer des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes an der Universität Jena. Im Nachgang der Nürnberger Ärzte-Prozesse spielte er eine fragwürdige Rolle. Auch distanzierte sich Heilmeyer keineswegs deutlich vom Nationalsozialismus.

Der Universität Ulm ist es ein wichtiges Anliegen, die Vergangenheit ihres Gründungsrektors wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Die Federführung hat Professor Florian Steger, Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin. Seine Forschungsergebnisse präsentiert der Medizinhistoriker bei einer öffentlichen Veranstaltung am Dienstag, 20. Juni, (Hörsaal 4/5). Anschließend findet eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Universität, des Universitätsrats und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst (MWK) statt. (az)

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