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Landkreis Neu-Ulm

29.01.2021

Hochwasser-Warnung für Kreis Neu-Ulm: So ist die Lage an Donau und Iller

Wegen der aktuellen Hochwasser-Warnung sperrt die Stadt Ulm den Donauradweg.
Foto: Kaya (Archivbild)

Plus Der Schnee schmilzt, dazu kommt Regen: Für den Landkreis Neu-Ulm gibt es eine Hochwasser-Warnung. Wie ist die Lage? Und was heißt das für die Fuß- und Radwege?

Schon am Donnerstag war absehbar, dass der viele Schnee bis zum Wochenende aufgrund der wärmeren Temperaturen schmelzen wird. Inzwischen ist vom Schnee nicht mehr viel übrig. Dazu kommt der anhaltende Regen. Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth hat jetzt für mehrere Landkreise in Bayern eine Hochwasserwarnung herausgegeben, auch für den Kreis Neu-Ulm. Diese gilt bis Montag. Wie ist die Lage an Donau und Iller? Und welche Folgen hat das für Rad- und Gehwege?

An der Iller soll nach Angaben des Wasserwirtschaftsamtes an der Pegel-Messstation bei Ulm-Wiblingen voraussichtlich am Freitagvormittag der Meldebeginn bereits überschritten werden. Mit einem Hochwasser im Bereich der Meldestufen eins bis zwei sei zu rechnen. Das heißt, stellenweise Ausuferungen werden überschwemmt.

Doch auch wenn es den Wettervorhersagen zufolge die kommenden Tage weiter regnen soll, bleibt die Lage zumindest entlang der Iller voraussichtlich entspannt. Grund hierfür: Im Allgäu schmilzt der Schnee nur bedingt. Zudem konnte die Schneedecke den Regen dort bislang quasi aufsaugen. Und auch mit Blick auf das Wochenende soll die Schneefallgrenze wieder sinken, sodass es im Allgäu zu Neuschnee und nicht zu Regen kommt, erklärt Ludwig Humbaur, Beauftragter für den Hochwassernachrichtendienst beim Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth und zuständig für die Wasserpegel-Messstationen im Landkreis Neu-Ulm.

Die Feuerwehren im südlichen Landkreis sind zudem darauf eingestellt, dass es erst dann kritisch wird, wenn in Kempten die Meldestufe drei erreicht wird. Aktuell gehen hier die Werte aber nicht über die Meldestufe zwei hinaus.

Hochwasser-Lage an der Donau etwas kritischer

Wie bereits berichtet, sieht die Lage an der Donau aber etwas anders aus. Aus dem Schwarzwald fließt im Gegensatz zum Allgäu mehr Schmelzwasser über die Donau in die Region rund um Ulm. An der Pegel-Messstation in Neu-Ulm, wo Donau und Iller aufeinandertreffen soll laut Wasserwirtschaftsamt im Laufe des Freitags der Bereich der Meldestufen zwei und drei erreicht werden. Gerade weil hier die beiden Flüsse aufeinandertreffen, sei hier der Pegelstand vergleichsweise höher als an anderen Messstationen. Der Höchststand wird laut Prognosen am Sonntag erwartet.

Stadt Ulm sperrt Donauradweg

Die Stadt Ulm hat am Freitagmittag auf die Hochwasser-Warnungen reagiert: Der städtische Baubetriebshof wird den Donauradweg vorsorglich zwischen Donautal (ehemaliges Bewährungswohnheim) und Unterem Donauturm bzw. SSV HaLo Sportzentrum sperren, ebenso den tieferliegenden Bereich rund um den Oberen Donauturm. Voraussichtlich bleibt der Weg bis Montag gesperrt. Die Entsorgungsbetriebe der Stadt (EBU) werden die Rad- und Fußwege nach dem Hochwasser reinigen und wieder freigeben.

Auch die Stadt Neu-Ulm hat den Radwanderweg entlang der Iller zwischen Illerbrücke und der Adenauerbrücke bereits sperren lassen. Hier werden nach Angaben der Stadtverwaltung bereits ab Meldestufe eins Teile des Weges überflutet. Der Fuß- und Radweg auf der Neu-Ulmer Seite unterhalb der Gänstorbrücke werde aktuell und auch übers Wochenende durchgehend beobachtet. Sobald Meldestufe zwei erreicht werde - und damit wird spätestens am Samstag gerechnet - werde auch dieser Teil gesperrt, heißt es. Noch nicht benötigt werden aktuell die mobilen Hochwasserschutztrennwände. Diese werden erst frühestens ab Meldestufe zwei benötigt.

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