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11.05.2010

Humanist und Tyrann

Die legendären Piktogramme Otl Aichers fanden ihren Anfang bereits 1940 in einer humoristischen Zeichnung für seine Schwester Hedwig. Aicher war damals 17. Foto: köd
Foto: köd

Ulm Otl Aichers minimalistische Piktogramme sind weltweit bekannt. Den Schlüssel zum Ursprung der Piktogramme, der in der Söflinger Familie des legendären Gestalters liegt, lieferte erst im vergangenen Jahr Aichers Schwester Hedwig Maeser dem Ulmer HfG-Archiv: eine für sie gezeichnete "Skischule" aus dem Jahr 1940, die - obwohl Aicher damals erst 17 Jahre alt war - bereits die Charakteristika seiner späteren Arbeit zeigt.

Hedwig Maesers Erinnerung an ihren Bruder Otl Aicher ist einer von 66 ganz unterschiedlichen Beiträgen, die Familienmitglieder, Freunde, Mitarbeiter und Geschäftspartner des 1991 nach einem Unfall verstorbenen Ulmer Gestalters zu seinem 88. Geburtstag dem Ulmer Museum gaben; die Ausstellung "unendlich viel ...", die am morgigen Donnerstag eröffnet wird, zeigt dadurch unzählige und widersprüchliche Facetten des Menschen und des Künstlers Aicher: Philosoph und doch Perfektionist, Genussmensch und doch strenger Minimalist, Humanist und doch rigider Diktator, der sich in seinem Tun nicht als Dienstleister empfand, sondern seine Kunden in seiner Ästhetik erzog.

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