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Ulm/Neu-Ulm

26.11.2020

In der Kinder-Hochschule erklären Professoren Mars und Medizin

Riefen die Kinderhochschule ins Leben (von links): Christoph Hantel (Vh Ulm), Volker Reuter (TH Ulm), Andrea Bartels (Familien-Bildungsstätte Ulm), Olga Pollatos (Uni Ulm) und Sandra Walter (Ulmer City Marketing).
Foto: Stefan Kümmritz

Plus Bei zunächst vier Veranstaltungen will die Kinder-Hochschule den Nachwuchs in die Wissenschaft mitnehmen. Dabei soll es auch lustig zugehen.

Die Kinder-Hochschule Ulm/Neu-Ulm, die sich mit ihrem naturwissenschaftlichen Programm an Acht- bis Zwölfjährige richtet, wurde in Kooperation von Volkshochschule (Vh) Ulm und Familien-Bildungsstätte Ulm geplant und vorbereitet, am 5. Dezember fällt der Startschuss für zunächst vier terminierte Veranstaltungen.

Zum Auftakt spricht um 10.30 Uhr in der Familien-Bildungsstätte (Sattlergasse 6) Chrystelle Mavoungou, Professorin an der Hochschule Biberach, zum Thema „Ein Medikament entsteht: Ein steiniger Weg oder eine Erfolgsgeschichte?“ Ein Thema, das zu Zeiten der Corona-Pandemie besondere Aktualität hat.

Kinder-Hochschule Ulm/Neu-Ulm könnte zur Dauereinrichtung werden

Der Eintritt ist wie bei allen Veranstaltungen der Kinder-Hochschule frei, allerdings gibt es wegen der Hygienemaßnahmen Vorgaben, so Vh-Chef Christoph Hantel: „Bis zu 30 Kinder können kommen und die Eltern müssen sie stets anmelden. Diese sollen bei den Vorträgen draußen bleiben, sie können in der Zeit zum Beispiel in der City shoppen und damit das Ulmer City Marketing unterstützen, das auch ein Kooperationspartner von uns ist. Die Kinder sollen unter sich bleiben. Sind die Eltern dabei, gibt es eine andere Atmosphäre. Generell werden wir die, die nicht vor Ort, aber auch interessiert sind, per Zoom bedienen.“ Wie Hantel weiß, gebe es Kinder-Hochschulen in ganz Deutschland.

Die Leiterin der Ulmer Familien-Bildungsstätte, Andrea Bartels, berichtete, dass ihre Institution schon früher mit Kindern die Naturwissenschaften in Augenschein genommen habe. „Kinder sind neugierig und wir wollen sie da ein Stück weit mitnehmen“, so Bartels. „In der Schule gelingt das nicht optimal, weil da auch der Leistungsaspekt eine Rolle spielt. Das ist bei uns und in der Kinderhochschule anders, da geht es ins Spielerische.“ Volker Reuter, Rektor und Professor an der Technischen Hochschule Ulm, ergänzte: „Wir wollen den Jüngsten in der Gesellschaft näherkommen. Bei uns dreht sich thematisch alles um Technik.“ Olga Pollatus als Vertreterin der Uni Ulm wies darauf hin, dass die Themen „kindgerecht dargeboten“ würden. Carl Krill (Uni Ulm) werde seinen Vortrag „Wie die Röntgenstrahlen sehen lernten“ am 13. März sicher „humoristisch und publikumswirksam sowie praxisorientiert mit entsprechendem Equipment“ darbieten.

Kinder können auch an einer Verlosung teilnehmen

Uta M. Feser (Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm) findet es gut, „dass Kinder frühzeitig an wissenschaftliche Themen herangeführt werden, dass sie Spaß daran entwickeln. Unser Professor Harald Gerlach wird bei seinem Vortrag ,Warum ist es so schwierig, zum Mars zu fliegen’ sicher zahlreiche Fragen der Kinder beantworten müssen und spielerisch Informationen weitergeben, zum Beispiel, warum es auf dem Mars so schwierig ist, Steine einzusammeln.“ Dieser Vortrag steigt am 23. Januar im Club Orange des Einsteinhauses Ulm. Für Kinder spannend und sicher auch etwas lustig dürfte das Referat von Ronald Blechschmidt, Professor an der Technischen Hochschule Ulm, sein. Sein Thema lautet: „Angewandte Forschung (nicht nur) für Schnarchzapfen“ (24. April, Club Orange).

Alle teilnehmenden Kinder erhalten einen Hochschul-Ausweis und sind damit gewissermaßen immatrikuliert. Jedes Mal, wenn ein Kind an einer Veranstaltung teilnimmt, bekommt es einen Stempel in den Ausweis. Wer am Ende mindestens drei Stempel gesammelt hat, kann an einer Verlosung teilnehmen. „Wir wollen den Start gut hinbekommen“, so Christoph Hantel. „Die Referenten haben alle selbst Kinder oder sind kinder-affin. Der Spatz steht in Ulm für Schlauheit, deshalb haben wir uns für ihn als Maskottchen entschieden. Am Ende können die Kinder über ihre Erfahrungen berichten. Im Moment tasten wir uns noch vor. Bei gutem Verlauf kann die Kinder-Hochschule zur Dauer-Einrichtung werden.“

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