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26.01.2019

Ins Baugebiet „Am Stadtpark“ kommt Bewegung

So könnte das neue Wohngebiet am Stadtpark aussehen.
Bild: Visualisierung: Zint & Häußler

Die Stadträte beschließen den geänderten Plan für "Am Stadtpark", wo 320 Wohnungen entstehen könnten. Dieses Jahr könnte die Erschließung losgehen.

Lange Zeit lag das geplante Baugebiet „Am Stadtpark“ wie Dornröschen im Schlaf – jetzt kommt Bewegung in die Pläne, die Fläche für den Wohnbau zu nutzen. Nachdem der Bebauungsplan wie berichtet wegen weggefallener Ausgleichsflächen noch einmal geändert werden musste, haben die Räte im Bauausschuss den abschließenden Plan nun genehmigt. Er ist damit rechtsverbindlich.

Wann auf der rund 15 Hektar großen Fläche, die auch Platz für einen Nahversorger einschließt, jedoch gebaut werden kann, ist weiterhin unklar. Bürgermeister Raphael Bögge sprach bei der Bürgerversammlung im Oktober vergangenen Jahres in Senden davon, „Am Stadtpark“ 2019 erschließen zu wollen. Doch davon war in der Geschichte des Baugebiets schon öfter die Rede gewesen – bisher ohne sichtbaren Erfolg.

Zwischen Lange Straße und Stadtpark sollen 320 Wohnungen entstehen

Im Baugebiet zwischen der Lange Straße und dem Sendener Stadtpark sollen den seit dem Jahr 2011 bestehenden Plänen zufolge Reihen- und Kettenhäuser sowie Doppelhaushälften entstehen. Insgesamt bietet die reine Wohnfläche von etwa 13 Hektar damit Platz für rund 320 Wohnungen. Bereis bei den Diskussionen um den Bebauungsplan vor circa acht Jahren haben sich die Räte darauf geeinigt, zwei Geschosse und ein Staffelgeschoss – also ein kleinerer Aufbau – zu erlauben. Das Gebiet wird aus zwei Richtungen erschlossen: Von der Lange Straße und von der Hirschweihe. Innerhalb des neuen Wohngebiets sind verkehrsberuhigte Straßen geplant, zudem führen an einigen Stellen nur Rad- und Fußwege zwischen den Gebäuden durch und nach Norden in Richtung Schulzentrum. Das gilt beispielsweise auch für die Verlängerung der Hirschweihe, die nach einigen Metern endet.

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Das gefällt den Landwirten vor Ort überhaupt nicht, wie sie es der Bayerische Bauernverband in seiner Stellungnahme schrieb. Dort heißt es, die Verlängerungen der Straßen „Bierweg“ und „Hirschweihe“ haben eine Funktion als Haupterschließungswege zu den nördlich des Baugebiets gelegenen landwirtschaftlichen Nutzflächen. Der Bauernverband will, dass zumindest die „Hirschweihe“ befahrbar bleibt. Das lehnt die Stadtverwaltung ab. Die Flächen der Landwirte seien nach wie vor erreichbar durch die Holsteinerstraße, die etwas weiter nördlich von der Lange Straße abzweigt.

Bürger hätten den Verkehr gerne besser verteilt

Ein Bürger hat sich mit Unterstützung von 37 weiteren Wullenstettern in Sachen Verkehr zu Wort gemeldet. Die Anlieger an der Hirschweihe müssten unter dem neuen Baugebiet leiden, da dort deutlich mehr Verkehr zu befürchten sei, vor allem da Autofahrer die Lange Straße, die ohnehin stark befahren wird, meiden werden. „Es kann nicht sein, dass ruhige Wohngebiet geschaffen werden zulasten Dritter“, heißt es vonseiten der Unterzeichner. Sie fordern weitere Erschließungsstraßen. Planer Jonas Hellenschmidt vom Büro Zint & Häußler sagte, dass die damals geführten Verkehrsuntersuchungen auch heute zum gleichen Ergebnis kommen: In der Hirschweihe trete im Vergleich zu heute zweifellos eine Verschlechterung ein, die Grenzen der Zumutbarkeit „werden jedoch auch künftig eingehalten“. Die Verkehrsanalyse sei mittlerweile aktualisiert und prognostiziere eine vergleichbare Größenordnung in Sachen Verkehr wie es 2010 angenommen wurde. Damit ergeben sich keine Veränderungen, so Hellenschmidt.

In den Plan aufgenommen wird, dass Bauherren die Bodenarbeiten sensibel angehen müssen – denn im südwestlichen Bereich befinden sich bekanntermaßen Körpergräber aus der römischen Kaiserzeit. Im Planungsgebiet ist mit ähnlichen Bodendenkmälern zu rechnen, weshalb das Landesamt für Denkmalpflege hinzugezogen werden muss.

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