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Landkreis Neu-Ulm

02.04.2020

Jetzt sind es schon zwei Corona-Tote im Kreis Neu-Ulm

Erneut ist ein Mensch im Landkreis Neu-Ulm am Coronavirus gestorben.
Bild: Kreisspitalstiftung Weißenhorn

Plus Wie die Zahl der Fälle steigt - und wie die Kreiskliniken gerüstet sind.

Die Corona-Pandemie hat im Landkreis ein zweites Todesopfer gefordert. Wie das Landratsamt am Donnerstag „mit großem Bedauern“ mitteilte, erlag ein 94 Jahre alter Mann der Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2.

Der erste Mensch, der im Landkreis an dem Erreger starb, fiel der Infektion in der Nacht zum 15. März zum Opfer. In der jetzt verbreiteten Meldung über den erneuten Fall schreibt das Landratsamt wörtlich: „Wir drücken der Familie und den Angehörigen unser herzliches Beileid aus. Wir wünschen ihnen viel Kraft und unsere Gedanken sind bei ihnen.“ Bis zum Donnerstag wurden im Landkreis 187 bestätigte Corona-Fälle gezählt. Das sind 17 Menschen mehr als am Tag zuvor. 13 Erkrankte werden klinisch betreut.

Falls sich mehr Menschen mit Corona infizieren: Illertissen steht bereit

Für den weiteren Anstieg der Infektionen seien die Krankenhäuser im Landkreis weiterhin gut gerüstet, versicherte Edeltraud Braunwarth, Sprecherin der Kreisspitalstiftung: „Wir haben die Situation im Griff. Mehr kann man in der aktuellen Situation nicht erwarten.“ Um weitere Bettenkapazitäten zu schaffen, wurde unterdessen in den vergangenen Wochen die Geriatrische Rehabilitation an der Illertalklinik vorübergehend vom Netz genommen. Die Patienten wurden nach Hause gebracht, denn sie gehören mit ihrem hohen Alter zur Hochrisiko-Gruppe. Das vertrage sich nicht damit, wenn im Krankenhaus Coronavirus-Patienten behandelt werden müssen. Die Klinikleitung betont jedoch, dass nach Abklingen der Corona-Pandemie die Geriatrische Rehabilitation an der Illertalklinik schnellstmöglich wieder aktiviert werde.

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Corona-Patienten könnten auch ins Hotel kommen

Die Schmerztagesklinik, die bisher noch in Illertissen untergebracht war, ist unterdessen ebenfalls geschlossen. Sie wird künftig in der Donauklinik in Neu-Ulm angesiedelt. Somit stehen in Illertissen 124 zusätzliche Betten zur Verfügung. Bisher werden die Corona-Infizierten schwerpunktmäßig in Weißenhorn behandelt. Die Kapazitäten seien nunmehr ausreichend, „damit wir handeln können“, sagte Braunwarth. Wie berichtet, kann auch das Claretinerkolleg in Weißenhorn in eine Behelfsklinik verwandelt werden. In Neu-Ulm könnten Patienten ins Hotel Golden Tulip neben der Donauklinik gelegt werden.

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