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Senden

20.02.2018

Junger Aufheimer ist stark auf dem Rad

Felix Engelhardt ist ein erfolgreicher Radfahrer – und wurde von der Stadt Senden für seine besonderen Leistungen ausgezeichnet. 

Der 17-jährige Felix Engelhardt wurde von der Stadt Senden für seine sportlichen Leistungen ausgezeichnet.

Wettkämpfe, 20 Stunden Training wöchentlich und dann noch in die Schule: Wer Profi-Radrennfahrer werden will, hat einen strengen Zeitplan. Das weiß der Aufheimer Felix Engelhardt, der im jugendlichen Alter von 17 Jahren schon erfolgreich Rennen fährt und im Radsport noch einiges vorhat. Von der Stadt Senden wurde er dieses Jahr für seine besonderen Leistungen ausgezeichnet.

Felix Engelhardt hat in den nächsten Wochen einen vollen Terminkalender. Erst ins Trainingslager in die Toskana, dann zu Prüfungen in die Schule, anschließend zum Sporteln nach Mallorca. Schließlich gehört er zur Nationalmannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer und wird als eins von acht Mitgliedern des Bundesliga-Teams „Auto Eder Bayern“ besonders gefördert.

Vier bis sieben Stunden am Tag radeln

Dazu gehören die Trainingslager, in denen die Nachwuchs-Sportler vier bis sieben Stunden am Tag radeln, dazu kommen noch Fitnesstraining und Schulungen – ein Urlaub wird das nicht. Denn jetzt machen sich die Radfahrer fit für den Saisonstart im März, berichtet Engelhardt, der im Frühling bei internationalen Wettkämpfen in Belgien, Luxemburg und Nordfrankreich starten wird. Er hofft, in dieser Saison seine bisherigen Erfolge noch zu toppen. Und diesbezüglich hat er schon einiges angesammelt: Unter anderem wurde er Dritter im Zeitfahren bei den deutschen Meisterschaften, Zweitplatzierter in der Rad-Bundesliga-Sprintwertung und landete auf Rang vier bei der internationalen Cottbus-Rundfahrt.

„Bis Mitte Oktober ist man fast jedes Wochenende unterwegs, es ist schon stressig“, berichtet der Schüler, der sich dieses Jahr auch noch auf die Abiturprüfungen vorbereiten muss. Er besucht das Illertal-Gymnasium Vöhringen und unterstützt die Schule zuweilen als Leichtathlet bei Wettkämpfen in Schwaben. Dafür braucht es kein Extra-Training, „ich habe halt eine gewisse Grundfitness“. Die erhält er sich auch außerhalb der Saison.

Wenn er gerade nicht trainiert, behält der Aufheimer den Sport auch im Blick. Wie andere in seinem Alter über die Stränge schlagen – das kann er sich nicht erlauben, will er in den Wettkämpfen erfolgreich sein. In der Freizeit feiern gehe schon, berichtet er. „Aber alles in Maßen, denn wenn ich was erreichen will, muss ich mein Leben darauf ausrichten.“ Für Treffen mit Freunden bleibt wenig Zeit. Dafür aber verbindet ihn viel mit den Mannschaftskollegen, die alle in einer ähnlichen Situation sind. Ohnehin geht es bei Turnieren, bei allem persönlichen Ehrgeiz, immer auch ums Team. „Man arbeitet zusammen, um einem Mitglied den Sieg zu ermöglichen“, erklärt der Nachwuchssportler.

Mit 14 Jahren hat Felix Engelhardt angefangen

Der 17-Jährige träumt den Traum vom Profisport, seit er 14 Jahre alt ist. Da begann er – angeregt von der Passion seines Vaters – mit dem Radeln und entschloss sich rasch, die Sache ernsthaft anzugehen. „Mir hat das Radfahren schon immer Spaß gemacht“, erzählt Engelhardt. Und zum ambitionierten Sportler habe er sich „relativ schnell entwickelt“. Während er anfangs im SSV Ulm trainierte, gehört er mittlerweile dem RSC Kempten an. Der große Vorteil in Bayern: Der bayerische Radsport biete sehr gute Förderung, die wichtig sei, wenn man einmal ganz vorne mitfahren will. Und das ist das große Ziel des Aufheimers: Einmal bei großen Touren wie der Tour de France oder in Mailand dabei sein.

Seine Eltern unterstützen ihn tatkräftig und finanziell, „sonst ginge das nicht“, berichtet der Schüler. Das Rennrad, aus Carbon und nur sieben Kilo schwer, bekommt er mittlerweile vom Team gestellt – ein Rad dieser Qualität würde 9000 bis 10000 Euro kosten. Der eine oder andere Sturz gehört beim Training dazu. Glücklicherweise, berichtet Engelhardt, hat er bisher keine größeren Blessuren davongetragen, was nicht selbstverständlich sei, denn nach einem Sturz vom Rad sehe man „nicht unbedingt gut aus“. Vor allem Hände und Schlüsselbein seien gefährdet.

In den nächsten Wochen und Monaten geht es für ihn darum, bei den deutschen Meisterschaften im Zeitfahren vorn dabei zu sein und bei der WM in Innsbruck unter die ersten zehn zu kommen. Was er macht, wenn es mit der Profikarriere nichts wird? Sportwissenschaften oder Sportmedizin studieren.

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