1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Kampf gegen Lärm: Elchinger wollen nicht aufgeben

Elchingen

25.09.2019

Kampf gegen Lärm: Elchinger wollen nicht aufgeben

Belastet: Die Verbindungsstraße zwischen Oberelchingen und Thalfingen befahren täglich 8800 Fahrzeuge.
Bild: Andreas Brücken

Seit mehr als 30 Jahren soll der Verlauf der Kreisstraße geändert werden. Doch das Landratsamt ist dagegen

Rund 8800 Fahrzeuge bewegen sich täglich auf der Verbindungsstraße zwischen Thalfingen und Oberelchingen. Darunter auch zahlreiche Lastwagen. Wegen der hohen Verkehrsbelastung kämpft die Gemeinde deshalb schon seit Langem um eine neue Verkehrsführung, welche den Verkehr der Kreisstraße NU8 vom Thalfinger Kreisverkehr in Richtung Burlafingen, über die Maybach- und Glockeraustraße bis zur Einmündung in die Staatsstraße 2021 führen soll.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Herabstufung nicht zugelassen

Jüngst lag das Thema wieder auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Ist sich doch die Verwaltung und der Gemeinderat einig, dass aufgrund der hohen Verkehrsbelastung zudem ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Industriestraße anzustreben sei. Wie berichtet, stellte die Unabhängige Freie Wählergemeinschaft Elchingen (UFWG) im vergangenen Mai den Antrag den Verlauf dementsprechend zu ändern.

Dafür müsste der betreffende Streckenabschnitt an die Verantwortung der Elchinger Verwaltung gehen. Doch Landrat Thorsten Freudenberger erteilte dieser Forderung schriftlich eine klare Absage: Die Bedeutung als Straße als überörtliche Verkehrs- und Anschlussfunktion würde eine Herabstufung nicht zulassen.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Verkehrsberuhigung der Industriestraße

Bürgermeister Joachim Eisenkolb erklärte dazu, dass er persönlich diese Entscheidung sehr bedauere und wollte sich jedoch nicht geschlagen geben: „Unsere Verhandlungspartner sind hart geblieben, doch steter Tropfen höhlt den Stein.“ Zudem sei das Baugebiet in Burlafingen so nahe an das geplante Straßenprojekt gewachsen, dass etwaige Lärmschutzmaßnahmen immense Kosten verursachen würden. Karin Battke (UFWG) sah ihre Forderung nach einer Verkehrsberuhigung der Industriestraße durch die Aussage des Landrates bestätigt: „Wenn das Landratsamt dieser Straße eine so wichtige Funktion zuspricht, zeigt das doch, dass die Verkehrsbelastung offensichtlich hoch ist.“ Zudem sei sie bestürzt, dass das Landratsamt nicht zu einem persönlichen Gespräch zu diesem Thema bereit gewesen sei und äußerte die Vermutung, dass im beginnenden Kommunalwahlkampf wohl schlechte Zeiten für heikle Entscheidungen sei.

Manfred Bittner (Elchinger Umweltliste) vermutete hinter der Begründung des Landratsamtes, dass „über der Burlafinger Flur die schützende Hand der Stadt Neu-Ulm schwebt“. Dennoch müsse man auch in Zukunft bei den Forderungen bleiben und die Unterstützung bei den Kreisräten suchen.

Auch interessant:

A8-Unfälle: Schaut die Politik weg?

Ärger um Baustellenschmutz in Oberelchingen

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren