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Venet-Haus

26.05.2011

Kette von Ereignissen

Eine nagelneue Bronzeskulptur des britischen Bildhauers Tony Cragg (rechts im Bild) ziert seit gestern das Portal an Neu-Ulms City Ecke Reuttier Straße/Bahnhofstraße. Sie bildet jetzt nicht nur mit der Stahlbogenskulptur von Bernar Venet (ihre Spitze ragt links über den Nething-Bau) ein markantes Ensemble.
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Eine nagelneue Bronzeskulptur des britischen Bildhauers Tony Cragg (rechts im Bild) ziert seit gestern das Portal an Neu-Ulms City Ecke Reuttier Straße/Bahnhofstraße. Sie bildet jetzt nicht nur mit der Stahlbogenskulptur von Bernar Venet (ihre Spitze ragt links über den Nething-Bau) ein markantes Ensemble.
Bild: Foto: Andreas Brücken

Bronze-Skulptur des Bildhauers Tony Cragg ist ein neuer Blickfang im Stadtbild

Neu-Ulm Die Skulpturenlandschaft dies- und jenseits der Donau ist wie eine „Kette von Ereignissen“ – sie wächst und wächst. Gestern wurde beim Neu-Ulmer Venet-Haus eine Großplastik des britischen Bildhauers Tony Cragg aufgestellt. Sie soll den Leuchtturm zu einem Skulpturenpark bilden, den Werner Schneider vom Büro Schneider Geiwitz & Partner hinter der für hochkarätige Kunstausstellungen bekannten Caponniere errichten will.

Mit kunstwissenschaftlicher Betreuung, Architekt und schwerem Baugerät wurde gestern Vormittag die 7,5 Meter hohe und sechs Tonnen schwere Bronze-Skulptur aufs südliche Areal hinters renovierte, zur ehemaligen Bundesfestung Ulm gehörende Caponniere-Vorwerk verfrachtet und dort aufgerichtet. Sie steht auf dreieinhalb Meter hohem Betonsockel und windet sich mit Rundungen organisch in die Lüfte. Gegossen wurde das Kunstwerk beim Düsseldorfer Kunstgießer Rolf Kayser, der exklusiv auch für den Biennale-Venedig-Künstler Thomas Schütte arbeitet.

Die Freiluftplastik in patinierter Bronze hat Werner Schneider als Unikat erworben. Für ihn ist die „Chain of Events“ besonders interessant, wie sie sich im stilistischen Kontrast zu einem weiteren Cragg-Werk äußert, das auf Ulmer Seite vor dem Congress Centrum steht. Dort wurde 1998 Craggs mehrteilige Metallskulptur „Minster“ installiert, deren spitz zulaufende, ans gotische Ulmer Münster erinnernde Gesamtform aus ausgemusterten Teilen von Industriemaschinen zusammengeschichtet wurde. Die „Chain of Events“ auf Neu-Ulmer Seite besticht dagegen mit weichen Rundungen und einer fließenden, fast afrikanisch-naturalistisch anmutenden Formensprache – in der abstrakten Annäherung an eine klassische Statue, deren Segmente an eine Helix-Struktur erinnern.

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Zwischen „Minster“ und „Chain of Events“ befindet sich noch ein weiterer skulpturaler Gegensatzblickfang als Baustein der Verknüpfung eines Kunstpfades dies- und jenseits der Donau im Zusammenspiel einer „unbegrenzten Linie“: Der Neubau des Venet-Hauses an der Ecke Bahnhofstraße/Reuttier Straße glänzt seit August 2006 mit einer hochragenden, rostigen Außenskulptur des 1941 geborenen französischen Künstlers Bernard Venet, das künstlerischen Schwung ins Stadtbild wirft. Die als Kunst am Bau für das Neu-Ulmer Venet-Haus geschaffene, 37 Meter hohe Stahlbogenskulptur entstand aus der langjährigen Künstler-Sammler-Freundschaft zwischen Venet zu Werner Schneider. Sie ist derzeit eine der größten Venet-Skulpturen in Europa.

Zu diesem großräumigen, künstlerischen Wechselspiel im Stadtbild plant Werner Schneider hinter seinem Nething-Bau und der von Bernd Gesericks BEGE Galerien Ulm/Neu-Ulm bespielten Bundesfestungs-Bastion einen für die Öffentlichkeit zugänglichen Skulpturenpark. Hier sollen Arbeiten bedeutender zeitgenössischer Künstler auf der Dachebene einer großen Garage platziert werden.

Was die neue Skulptur von Tony Cragg betrifft, so darf sie zu ihrem absolut spannenden Äußeren ab sofort unter freiem Himmel schon Mal noch an ganz natürlicher Erosions-Farbbeschaffenheit zulegen. Dazu Werner Schneider, dessen Stiftung auch das Neu-Ulmer Scharff-Museum und das Ulmer Museum fördert: „Sie hat noch nicht genügend Wetter abbekommen.“

Informationen auch online unter

www.galerie-im-venet-haus.de

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