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Senden

18.10.2017

Kleinere Häuser an der „Unteren Au“

Entlang der Freudenegger Straße werden kleinere Mehrfamilienhäuser entstehen, als ursprünglich geplant waren. Das hat der Bauausschuss beschlossen. 

Die Anwohner stoßen mit ihrem Vorschlag auf offene Ohren bei den Stadträten. Nun gehen weniger Wohnungen, obwohl Senden diese dringend braucht.

Die Mehrfamilienhäuser entlang der Freudenegger Straße in Senden werden niedriger. Statt der geplanten vier Geschosse im Baugebiet „Untere Au“ in Senden Ay sollen die Gebäude nun nur noch drei Stockwerke hoch werden. Das haben die Räte im Sendener Bauausschuss am Dienstagabend beschlossen.

Anwohner hatten sich mithilfe des Anwalts Wolfgang Schubaur gegen die Art der Bebauung gewehrt. Sie wollten – so machten sie es auch in einem Kompromissvorschlag deutlich – entlang der Straße eigentlich nur zwei Stockwerke (wir berichteten). Darauf ließen sich die Räte jedoch nicht ein. „Das ist kein Kompromiss, das sind Änderungswünsche“, sagte etwa Walter Wörtz ( CSU). Er schlug danach jedoch vor, ein Stockwerk runter zu gehen.

Zwei Geschosse sind wirtschaftlich undenkbar

Der zuständige Planer Erwin Zint vom gleichnamigen Büro für Stadtplanung stellte in der Sitzung zu Beginn klar, dass zwei Geschosse „wirtschaftlich undenkbar“ seien. Die von den Räten geforderten günstigen Wohnungen lassen sich laut Zint mit Aufzug nur bei mehr Stockwerken verwirklichen. Zudem erinnerte er die Räte daran, dass das Planungsbüro zu Beginn der Überlegungen Reihenhäuser an die Freudenegger Straße bauen wollte. Damals haben die Räte jedoch mehr Wohnungen und damit Mehrfamilienhäuser gefordert, so Zint. Nun solle das alles wieder rückgängig gemacht werden? Dabei brauche Senden dringend Wohnraum. Auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rät in einer Stellungnahme dazu, den Umstand zu nutzen, dass dieses Gebiet für Mehrfamilienhäuser überhaupt infrage kommt.

Auch Bürgermeister Bögge sagte, er halte es für schwierig, den Kompromiss der Anwohner einzugehen, denn „wir brauchen Wohnraum“. Die Ortseingänge seien zudem auch an anderen Stellen mit höhergeschossigen Häusern bebaut.

Einigkeit: Die Häuser sollen kleiner werden

Die Räte waren sich weitgehend einig, dass die Häuser etwas niedriger werden sollten, die favorisierten Modelle unterschieden sich nur in Kleinigkeiten. Am Ende entschieden die Räte mit knapper Mehrheit, dass die Häuser entlang der Freudenegger Straße auf drei Geschosse gesenkt, und das bisher dreistöckig geplante Gebäude am bestehenden Wohngebiet noch zwei Stockwerke hat.

Der Entwurf des Bebauungsplanes muss noch mal vier Wochen ausgelegt werden, weil die Verwaltung formale Fehler gemacht hat. Das zeigte Anwalt Schubaur auf. Helmut Meisel (Grüne) bezeichnete die Einwände des Anwalts als „schallende Ohrfeige für die Verwaltung“. Und die Gespräche mit den Anwohnern seien nur wegen des Eingreifens des Anwalts zustande gekommen, „von wegen gerne geführt“, sagte Meisel in Richtung Bögge.

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