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Gespräch

05.08.2014

Landrat macht beim Bahnausbau Dampf

Der Streckenabschnitt Ulm/Neu-Ulm-Augsburg ist besonders für die europäische Ost-West-Tangente Paris-München-Wien-Bratislava wichtig.
Bild: A. Kaya

Heimische Politiker treffen sich mit dem Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube

Landrat Thorsten Freudenberger hat bei einem Gespräch mit Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube auf die Dringlichkeit wichtiger verkehrspolitischer Projekte in der Region hingewiesen. Bei dem Treffen in München waren auch Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein, Europaabgeordneter Markus Ferber sowie der Konzernbevollmächtigte für Bayern, Klaus-Dieter Josel, dabei.

Große Bedeutung – so waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig – habe die europäische Ost-West-Tangente Paris-München-Wien-Bratislava, die quer durch Bayern führt und wichtige europäische Länder und Städte miteinander verbindet. Dabei komme es darauf an, dem Streckenabschnitt Ulm/Neu-Ulm-Augsburg ein größeres Augenmerk zu widmen. Werde dieser nicht ausgebaut, entstehe ein für eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nicht hinnehmbarer „Flaschenhals“. Planungen und Möglichkeiten eines möglichst zügigen Ausbaus wurden gemeinsam diskutiert.

Weiterhin konnte ein konkretes Vorgehen hinsichtlich der Finanzierung vorgeschlagen werden, nach dem der Freistaat Bayern die Planungen vorfinanzieren könnte, um so mit der Ertüchtigung der Bahnstrecke Ulm/Neu-Ulm-Augsburg zügiger beginnen zu können. Es handelt sich hierbei um eine der meist befahrenen Strecken in Europa. Bundestagsabgeordneter Nüßlein bekräftigte: „Wir brauchen den Ausbau dieser Strecke unbedingt, damit unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten bleibt und wir in Bayerisch-Schwaben nicht abgehängt werden.“ Im Herbst soll es weitere Gespräche zu diesem Thema geben.

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Weiterhin war auch das Regio-S-Bahn-Konzept, das in der Region Donau-Iller zur Umsetzung ansteht, Gegenstand der Beratungen. „Die wachsende Bedeutung des Nahverkehrs und die konstruktive Kooperation über Landkreis- und sogar Ländergrenzen hinweg sprechen für eine rasche Umsetzung eines Regio-S-Bahn-Systems“, warb Landrat Thorsten Freudenberger.

Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dem zweigleisigen Ausbau der Illertalbahn zwischen Neu-Ulm und Senden höchste Priorität einzuräumen und mittelfristig auch eine Elektrifizierung anzustreben. Erst ein zweiter Gleiskörper erlaube eine noch kundenfreundlichere Taktung der Zugverbindungen und sei ein wichtiger Beitrag zum Gelingen des regionalen S-Bahn-Netzes. (az)

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