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Straß

23.02.2019

Leukämie: Eine ganze Schule setzt sich für Lukas ein

Bei der Scheckübergabe: (von links) Bruno Zimmer von der Stefan-Morsch-Stiftung, Schulleiterin Irmgard Neureuther, die Schülervertreter Hodo, Erik, Talhar und Kevin sowie Lukas’ Mutter Silvia Hein.
Bild: Andreas Brücken

Der krebskranke Jugendliche hat früher die Anton-Miller-Schule in Straß besucht. Diese übergibt nun einen Spendenscheck.

Bevor sie den Spendenscheck umdrehte, machte es Irmgard Neureuther spannend. Die Schulleiterin der Anton-Miller-Schule in Straß versprach: „Ich werde gleich die Summe zeigen – und die wird euch wirklich erstaunen.“ Kurz darauf war die Höhe der Spende zu lesen: 6521,61 Euro. Den symbolischen Scheck übergab die Schulleiterin am Freitag an Bruno Zimmer, den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stefan-Morsch-Stiftung. Diese hatte gemeinsam mit dem Fischereiverein Elchingen eine Typisierungsaktion für den 17-jährigen leukämiekranken Lukas Hein aus Unterfahlheim organisiert.

Lukas, der im September die Diagnose Leukämie erhielt, besuchte bis vor etwa zwei Jahren die Anton-Miller-Schule. Danach startete er eine Ausbildung bei Bosch Rexroth in Elchingen. Die Straßer Grund- und Mittelschüler hatten einen sozialen Tag ins Leben gerufen, um auch helfen zu können: Sie suchten sich für einen Tag eine Arbeitsstelle und spendeten ihr „Gehalt“. „Alle, die zur Schulgemeinschaft gehören, haben zusammen geholfen“, sagte Neureuther und fügte hinzu: „Das Miteinander endet nicht, wenn ein Schüler sein Abschlusszeugnis hat.“ Am Ende kamen so – auch durch weitere Spenden – 6521,61 Euro zusammen.

Über 2000 Menschen ließen sich bei drei Aktionen typisieren

Viele Menschen hat das Schicksal von Lukas berührt: Es gab zahlreiche weitere Spenden und bei den drei Typisierungsaktionen in Oberelchingen, Senden und bei seinem Arbeitgeber haben sich über 2000 Menschen als Stammzellenspender registrieren lassen. Eine „außergewöhnlich“ hohe Zahl, wie Bruno Zimmer von der Stefan-Morsch-Stiftung betonte. Allein in Oberelchingen, ließen sich über 1300 Menschen typisieren (Lesen Sie hierzu auch: Stammzellen für Lukas: Die Unterstützung in der Region ist riesengroß)

Leukämie: Eine ganze Schule setzt sich für Lukas ein

Mitarbeiter der Stiftung waren vor Ort und hatten ihm vom Ablauf der Aktion berichtet. „Wir haben gemerkt, welches Herzblut bei jeder Aktion dabei ist.“ Und weiter: „Wenn der Patient ein Gesicht hat, gibt es eine ganz andere Anteilnahme.“ Bürgermeister Erich Winkler lobte das große Engagement der Schule und aller anderen Bürger, die sich beteiligt hatten. „Die wichtigste und schönste Nachricht ist aber, dass ein Stammzellenspender gefunden wurde.“ (Lesen Sie hierzu auch: Lukas findet Stammzellenspender – und will bald wieder Angeln gehen)

Nach der Transplantation will Lukas bald wieder Angeln gehen

Bei der Veranstaltung dabei war auch Silvia Hein, die Mutter von Lukas. Sie erzählte: „Er hat schon gesagt, wenn er gesund ist, dann bedankt er sich persönlich, dann kommt er in die Schule.“ Wann genau die Transplantation stattfindet, steht noch nicht fest. Doch er freue sich schon darauf, danach wieder fischen gehen zu können. „Er sagt immer: Können wir es jetzt hinter uns bringen?“, sagte seine Mutter.

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