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Weißenhorn

03.03.2015

Lücken im Pflaster schließen sich

Die Memminger Straße ist ein Streitfall: Die Pflasterarbeiten sind bisher nicht abgeschlossen – das soll sich bald ändern. Die ausführende Baufirma werde die Lücken schließen, heißt es aus dem Rathaus.
Bild: Alexander Kaya

Baufirma macht sich in der Memminger Straße wieder ans Werk. Steht Einigung im Rechtsstreit bevor?

Noch gibt es Lücken im Pflaster der Memminger Straße – doch die sollen bald geschlossen werden. Das Unternehmen, das den Umbau bisher ausgeführt hat, wird die restlichen Steine einbringen. Dies teilte Bürgermeister Wolfgang Fendt gestern auf Anfrage mit. Eigentlich sollten die Arbeiten bereits vor Weihnachten stattfinden, doch dann habe ein Wintereinbruch das Vorhaben unmöglich gemacht. Wie berichtet, gibt es derzeit einen Rechtsstreit zwischen der Stadt und der Firma. Es geht um etwaige Mängel bei den Pflasterarbeiten in der Memminger Straße. Die Verwaltung hat einen Teil der Auftragssumme zurückbehalten, ein gerichtlich bestellter Gutachter untersucht aktuell die Qualität von Steinen und Bauarbeiten.

Dass das Unternehmen seinen Job trotz des schwelenden Pflasterstreits beenden soll, könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Meinungsverschiedenheiten vielleicht bald beigelegt werden. Bürgermeister Fendt geht jedenfalls davon aus, dass eine Einigung erzielt werden kann. So habe ein im Mai 2014 durch den Sachverständigen vorgelegtes Gutachten gezeigt, dass die Mängel im Pflaster nicht so gravierend sind, wie angenommen. Allerdings seien noch Details zu klären. Wann die Studie abgeschlossen vorliegt, ist noch nicht klar. Fendt: „Wir warten jetzt, bis etwas kommt und stellen das dann im Stadtrat zur Diskussion.“ Das Gremium müsse letztlich entscheiden, ob ein etwaiger Vergleich, zu dem es vor Gericht kommen könnte, angenommen wird.

Der Streit um die Memminger Straße und das Pflaster schwelt bereits seit Jahren. 2010 sprach sich der Stadtrat für ein Pflaster aus, einige Bürger hatten zuvor Bedenken angemeldet. Ihrer Ansicht nach verursachen über die Pflastersteine fahrenden Autos großen Lärm. Das komme auf die Geschwindigkeit an, hieß es damals im Gutachten eines Physikers. Im Mai 2011 begann der Ausbau, Anfang 2012 wurden Vorwürfe laut, die Fugen zwischen den Pflastersteinen seien zu groß.

Ein Baugutachten stellte 2012 einige Mängel fest, die Firma solle nacharbeiten, hieß es. Zudem wurde davon gesprochen, dass einige Steine nicht den gängigen Qualitätsanforderungen entsprächen. Die Stadt zeigte sich mit den Ausführungen nicht zufrieden, der Betrieb verteidigte seine Arbeit hingegen. Im November 2012 wurde das „heiße Pflaster“ ein Fall fürs Landgericht in Memmingen. Dort wurde ein Prüfer bestellt. Dessen Befunde lagen im Mai vergangenen Jahres vor – und zeichneten laut Fendt ein „unterschiedliches Bild“. Einge Fragen müssen aber noch geklärt werden. Daran arbeite der Gutachter aktuell noch.

Geht es nach dem Rathauschef, dann ist eine Einigung mit der Firma denkbar. Die Stadt wolle sich dann für eine verlängerte Verjährungsfrist einsetzen. Sollten Steine in dieser Zeit kaputt gehen, müsste die Firma diese austauschen.

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