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Ludwigsfeld

28.06.2017

Manege frei in Ludwigsfeld

Der Zirkus Fantastico der Erich-Kästner-Schule in Ludwigsfeld probt ein letztes Mal vor dem großen Auftritt am Donnerstag. Beim Jonglieren mit Tüchern passiert den Kindern kaum noch ein Fehler.
Bild: Andreas Brücken

Ludwigsfelder Grundschüler bereiten sich auf ihren großen Tag vor: Am Donnerstag präsentieren sie ihr Können als „Zirkus Fantastico“.

Auf einmal wird die Turnhalle der Erich-Kästner-Schule in Ludwigsfeld dunkel. Das bis dahin wilde Getuschel der Kinder im Publikum geht in ein ehrfürchtiges Staunen über. Nur noch zwei riesige Deckenscheinwerfer erhellen die Halle. Gleich geht der Vorhang auf und die kleinen Nachwuchsartisten zeigen ihr Können. Die üben für ihren großen Tag: Am Donnerstag, 29. Juni, feiert der Zirkus Fantastico Premiere. Für die Grundschule gehen dann unzählige Stunden des Übens und Vorbereitens zu Ende.

„Seit Monaten proben wir zwei Stunden pro Woche“, sagt Bernd Hauke, Leiter der Zirkus-AG, während hinter ihm kleine Akrobaten nacheinander über die Bühne wirbeln, durch Reifen springen oder auf Bällen balancieren. Die Arbeitsgemeinschaft Zirkus ist seit der Einführung vor zehn Jahren beliebt bei den Schülern, sagt der 47-Jährige, der in diesem Jahr Unterstützung an seiner Seite hat: Anna Michel hilft ehrenamtlich mit, die Kinder zu betreuen. Die 18-Jährige ist im Training für die Einradfahrer zuständig. Das sind beispielsweise Lasse Wallrapp, Emelie Berger und Miram Müller, die mit ihrer Trainerin einige Kunststücke für den Zirkus Fantastico gelernt haben. Michel und Hauke macht die Arbeit mit den Kindern Spaß: „Sie sind so ehrgeizig und zeigen so viel Biss“, sagt Hauke. Michel ergänzt: „Sie üben solange, bis auch Kleinigkeiten klappen.“ Das zeigt sich beim neunjährigen Max Schmidt, der in der Probe-Vorstellung mehrmals einen perfekten Rückwärtssalto vom Trampolin zeigt. „Ich hab mit sechs Jahren bei meiner Oma im Garten angefangen zu üben“, erzählt er. Und genau darauf kommt es an: Dass die Kinder alles machen dürfen, wofür sie sich selbst auch begeistern, sagt Hauke.

Die Artistengruppe der Ludwigsfelder Schule besteht insgesamt aus 17 Kindern. Unterstützt werden sie zusätzlich vom Chor einiger Erstklässer, die mit ihrem Gesang das Publikum auf die Vorführung einstimmen: Die kleinen Musiker singen von Fakiren – und die Zirkusgruppe entführt das Publikum in eine orientalische Welt. In dieser beschwört ein Mädchen eine Plüschschlange in einem Korb, andere legen sich mutig auf ein Nagelbrett. „Das war schon ein bisschen schwer“, gibt Sofia Berkhli zu.

Die kleinen Profis wissen, wie sie ihre artistischen Einlagen auch schauspielerisch miteinander verbinden müssen. Gekonnt animieren sie ihr Publikum zum Mitmachen und Mitklatschen. Hauke findet es beeindruckend, wie die Kinder von Probe zu Probe mehr und mehr in ihre Rolle hineinwachsen. Adrian Zeit beispielsweise. Der Zehnjährige spielt einen Clown bei der Aufführung und lässt seine eigenen Ideen in die Vorstellung einfließen. „Er ist ein richtiger Zirkusdarsteller“, findet Hauke und hat damit nicht ganz unrecht: Adrian hat viel bei der Tante und seiner Cousine abgeschaut, sie führen als Clowns Straßenkunststücke auf.

Dass es sich bei einigen Kindern schon um Halbprofis handelt, merkt der Zuschauer. Das viele Üben hat sich ausgezahlt – und die wenigen Dinge, die bei der Generalprobe noch nicht geklappt haben, werden spätestens am Donnerstag sitzen.

Termin Die Aufführung findet am Donnerstag, 29. Juni, um 18 Uhr, in der Turnhalle der Erich-Kästner-Schule in Ludwigsfeld, Hasenweg 19, statt.

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