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16.07.2010

Mathelehrer auf geflügelter Mission

Finsteres Geflügel: Der "Engel des schwarzen Mondes" aus dem Universum der japanischen Manga-Serie "Angel Sanctuary" ist eines der aufwendigen Kostüme des Ulmer Cosplayers Rudolf Arnold. Foto: mgo
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Finsteres Geflügel: Der "Engel des schwarzen Mondes" aus dem Universum der japanischen Manga-Serie "Angel Sanctuary" ist eines der aufwendigen Kostüme des Ulmer Cosplayers Rudolf Arnold. Foto: mgo
Foto: mgo

Ulm Majestätisch erheben sich die gewaltigen Flügel in den Himmel, das Schwert blitzt in der Sonne. Der Engel des schwarzen Mondes mit seinem schulterlangen, dunklen Haar blickt finster, niemand sollte sich ihm in den Weg stellen. Doch als der Fotograf die Kamera senkt, lächelt der Todesengel wieder. In dem Kostüm steckt Rudolf Arnold, 56-jähriger Mathelehrer aus Ulm, der ein ungewöhnliches Hobby hat. Arnold alias Naisho ist einer der aktivsten und nach eigenen Angaben der älteste Cosplayer Deutschlands.

Hinter dem Begriff Cosplay verbirgt sich eine Szene, die in der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt ist. Zumindest in Europa: Denn Cosplay - kurz für "Costume Play" (Englisch für Kostümspiel) - ist ein Mini-Trend, der aus Japan seinen Weg nach Europa gefunden hat. Dort schlüpfen schon seit Jahren Fans in die Rolle ihrer Lieblingsfiguren aus Mangas (den japanischen Comics), Animes (Zeichentrickfilmen und -serien, zum Beispiel "Sailor Moon") und Videospielen. Das erinnert zuerst an kultige Treffen, wie sie etwa Fans der Serie Star Trek veranstalten, geht aber viel weiter. Denn die Figurenwelt der japanischen Populärkultur ist praktisch unerschöpflich - und viele Cosplayer geben sich sehr viel Mühe, ihre Helden so detailgetreu wie möglich darzustellen. In Deutschland sind es laut Arnold etwa 7000, die diese Begeisterung mit dem Ulmer teilen.

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