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31.01.2020

Mehr Arbeitslose im Landkreis

Anstieg hat saisonale Gründe

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Neu-Ulm ist im Januar deutlich gestiegen: Sie lag am Stichtag bei 2,6 Prozent, das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und im Vorjahr. Aktuell sind dabei 2640 Menschen ohne Job, 343 mehr als im Vormonat. Richard Paul, Leiter der zuständigen Agentur für Arbeit Donauwörth, erklärt die Entwicklung: „Saisonbedingte Entlassungen in der Winterzeit und zum Jahresende bewirken einen üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar.“ Vor allem in den Bereichen Produktion und Fertigung sowie Verkehr und Logistik mache sich die konjunkturelle Eintrübung bemerkbar. „Ein weiteres Indiz sind die verstärkt eingehenden Anfragen und Anzeigen für Kurzarbeit – vor allem aus dem Maschinen- und Metallbau“, so Paul weiter. Aktuell wurden im Landkreis Neu-Ulm von 15 Betrieben Kurzarbeit für 509 Arbeitnehmer angemeldet.

Derzeit sind im Landkreis 240 junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren ohne Arbeit, deren Arbeitslosenquote betrug zum Stichtag 2,2 Prozent. Paul weist darauf hin, dass es spätestens jetzt Zeit wird, sich um eine Ausbildungsstelle zu bewerben. Ein Berufsabschluss lege eine wichtige Grundlage für die gesamte berufliche Laufbahn und verringere das Risiko der Arbeitslosigkeit deutlich. „Deshalb mein Appell an alle Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben, mit den Bewerbungsaktivitäten jetzt richtig Gas zu geben“, betont der Agenturchef. Bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahren betrug die Arbeitslosenquote im Januar drei Prozent. Zudem suchen 829 ausländische Arbeitslose und 252 Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm zeigt sich für Januar ein ähnliches Bild: Zum Jahresbeginn stieg die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer um 755 auf insgesamt 8169 Personen. Die Arbeitslosenquote lag mit 2,7 Prozent 0,3 Prozentpunkte über dem Dezemberwert. „Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist normal“, beruhigt Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm. Er verweist auf saisonale Effekte wie vorübergehende Freistellungen in witterungsabhängigen Branchen oder zum Jahresende auslaufende Arbeitsverträge. „Zudem hinterlässt die Konjunktur Spuren am Arbeitsmarkt.“

Im Stadtgebiet Ulm waren im Januar 2577 Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat sind das 152 Personen mehr. Entsprechend stieg die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent, im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote im Ulmer Stadtgebiet bei 3,4 Prozent. (az)

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