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16.05.2019

Mehr Baumgräber sollen auf Sendener Friedhöfe

Die Stadt lässt zurzeit ein Friedhofskonzept erstellen. Dadurch sollen die Kosten besser gedeckt werden.
Bild: Angela Häusler

Die Stadt lässt derzeit planen, wie die Ruhestätten bis 2050 aussehen sollen. Dazu gibt es eine Veranstaltung für Bürger.

Mehr Platz für Urnenbestattungen sieht das neue Friedhofskonzept der Stadt Senden vor. Dessen Grundzüge wurden im Planungs- Bau- und Umweltausschuss am Dienstag vorgestellt. Zunächst bilden der Waldfriedhof und der Alte Friedhof bei St. Jodok die Schwerpunkte der Planung, berichtete Experte Tobias Weiher, der die Sendener Friedhöfe mit Kollegen begutachtet hat.

Sie empfehlen nun für den Waldfriedhof, die neue Aussegnungshalle durch innen liegende Urnenwände zu ergänzen, ein sogenanntes Kolumbarium. Diesbezüglich bestehe gegenwärtig „enorme Nachfrage“, sagte Weiher. Unterkommen könnten die Wände im Erdgeschoss des Gebäudes, wo sich derzeit sechs Aufbahrungsräume befinden. Nur zwei davon aber würden genutzt, so der Architekt, die restlichen könnten also umgestaltet werden. Dadurch ergebe sich ein Mehrwert, sagte der Architekt. Platz hätten dann bis zu 100 Urnen. Dafür sprächen auch die Kosten: anders als Urnenwände im Außenbereich mit Bepflanzung gebe es bei inwendigen kaum Pflegeaufwand, das spare Mittel ein.

Kostendeckung soll auf Friedhöfen steigen

Denn das ist ein wichtiges Ziel bei der Neukonzeption der Friedhöfe, an deren Ende ein Kostendeckungsgrad von 80 Prozent stehen soll, wie Bürgermeister Raphael Bögge betonte. Die Deckung lag 2018 bei 50 Prozent, im laufenden Jahr bei voraussichtlich 56.

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Die 100 neuen Plätze für Urnen brächten zudem Mehreinnahmen von 30000 Euro in den nächsten Jahren, sagte Weiher. Er geht davon aus, dass Senden bis 2025 rund 700 zusätzliche Urnengräber braucht. Auch in der alten Aussegnungshalle könnten Urnengräber eingerichtet werden, so der Vorschlag, 63 hätten dort Platz.

Fachleute schlagen vor, Baumgräber anzubieten

Auch im Außenbereich des Friedhofs halten die Fachleute Änderungen für angebracht: Es sollen Baumgräber Einzug halten, die mittlerweile ebenfalls häufig gewünscht werden. Abbauen möchten die Planer auf längere Sicht die jetzt am Rande des Friedhofs befindlichen Urnenwände in Gestalt von Pflanzringen. Für die Sarggräber planen die Experten Felder, die nach Bedarf flexibel angelegt werden können. Beim Alten Friedhof auf dem Kirchberg schlugen die Planer ebenfalls ein Kolumbarium vor, und zwar im Vorraum der Aussegnungshalle.

Das aber gefiel den Ausschussmitgliedern nicht: Gerade dieser Raum sei bei Bestattungen wichtig, „Es ist ein traditioneller Ort, der seine Funktion behalten muss“, so Freie-Wähler-Chef Edwin Petruch. „Das ist der zentrale Punkt bei Erdbestattungen“, meinte auch Walter Wörtz (CSU). Fraktionskollege Primus Schmid wies darauf hin, dass es im hinteren Teil des Gebäudes einen anderen Raum gebe, der sich ebenfalls für Urnengräber eigne. (ahoi)

Details zum Friedhofskonzept gibt die Stadt am heutigen Donnerstag bei einer Infoveranstaltung im Bürgerhaus um 18 Uhr bekannt.

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