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Roggenburg

20.11.2017

Mehr Besucher im Kloster

Kamen zusammen (von links): Pater Roman Löschinger, Josef Miller, Thorsten Freudenberger, Theo Waigl und Klosterprior Stefan Kling. 

Die Freunde der Einrichtung blicken zurück. Sie wünschen sich Mitgliederzuwachs.

Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigl fasste am Freitagabend die Entwicklung im örtlichen Kloster so zusammen: „Wenn man nach Roggenburg kommt, geht einem das Herz auf.“ Aus einem leeren Gebäude sei ein lebendiger Ort geworden, „dafür bin ich wahnsinnig dankbar“. Waigl bleibt auch für die nächsten drei Jahre Kuratoriumspräsident der Freunde des Klosters Roggenburg. Eine weitere Amtszeit haben bereits Ende Oktober Landrat Thorsten Freudenberger als Vereinsvorsitzender und Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert als dessen Stellvertreter angetreten.

292 Mitglieder hat der Verein Freunde des Klosters Roggenburg im Moment. Was sie im vergangenen Jahr erreicht haben, berichtete Freudenberger bei der Mitgliederversammlung im Refektorium des Klosters: „Wir freuen uns sehr über die hervorragende Entwicklung.“ Die Förderer haben das Kloster im vergangenen Jahr erneut mit einem Zuschuss in Höhe von 10000 Euro unterstützt. 7000 Euro wurden zugunsten der Orgelrenovierung verwendet. Darüber hinaus unterstützte der Verein wie jedes Jahr die Durchführung des „Roggenburger Sommers“, in dessen Rahmen heuer drei namhafte Orgelvirtuosen an der „großen Roggenburgerin“ zu hören waren.

Viel hat sich auch im Bildungszentrum für Familie, Umwelt und Kultur getan. Im 15. Jahr seines Bestehens verbucht das Zentrum aktuell eine Rekordzahl an Übernachtungen: Im laufenden Jahr waren es bereits mehr als 21000, 2016 wurden 20820 Übernachtungen gezählt.

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Nächstes Jahr kommt die Fassade an die Reihe

Der Trägerverbund des Bildungszentrums aus Landkreis, Bezirk Schwaben, Gemeinde Roggenburg sowie dem Kloster wurde im Herbst 2016 von einem Verein in eine GmbH umgewandelt. Diese hat mittlerweile auch größere Investitionen getätigt: Unter anderem in Gästezimmer und eine Fluchttreppe, im kommenden Jahr steht dann die Fassadengestaltung auf dem Plan.

Hinsichtlich der Aktivitäten im Bildungszentrum stellte Freudenberger unter anderem den neuen Kräutergarten, den erfolgreichen Ökomarkt und das Abt-Lienhardt-Jubiläum im vergangenen Mai heraus. Zu den Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag des bedeutenden Abtes gehörten Festakt, Historikertagung und eine Sonderausstellung im Klostermuseum. Kloster, Bildungszentrum und Veranstaltungsreihen seien eine großartige Gemeinschaftsleistung, so Freudenberger: „Was hier geleistet wird, ist bewundernswert.“

„Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und jede Spende“, erklärte Schatzmeisterin Anneliese Dippold bei der Versammlung. Sie hoffte, dass der Verein bald wieder mehr als 300 Mitglieder zählt. Der Kassenstand ist positiv: Im letzten Jahr wurden 10000 Euro Mehreinnahmen erzielt.

Prior Pater Stefan Kling berichtete der Versammlung aus dem Klosterleben, das unter anderem vom Besuch südindischer Mönche, Weihefeierlichkeiten, dem erfolgreichen Festival „Diademus“ und einer Romwallfahrt mit dem Kolleg der Schulbrüder Illertissen geprägt war. Über mediale Zukunftspläne klärte Pater Roman Löschinger, Direktor des Bildungszentrums, auf: So stehen im Juni 2018 Fernsehaufnahmen für die BR-Sendung „Kunst und Krempel“ ins Haus.

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