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Kreis Neu-Ulm

17.03.2015

Nach Nasenbeinbruch: Schläger sehen sich vor Gericht wieder

Nach einer blutigen Schlägerei sehen sich die Kontrahenten bald vor Gericht wieder.
Bild: Symbolbild, Flora Anna Grass

Nach einer blutigen Auseinandersetzung in Weißenhorn sehen sich Kontrahenten vor dem Richter wieder. Was passierte wirklich in der Nacht, die mit einem Nasenbeinbruch endete?

Es war eine lauschige Sommernacht in der Fuggerstadt – doch für einen heute 43 Jahre alten Mann endete sie mit blutenden Wunden und einem Nasenbeinbruch. Die Keilerei vom August vergangenen Jahres beschäftigt nun das Amtsgericht Neu-Ulm. Dort müssen sich zwei Brüder, 33 und 31 Jahre alt, wegen Körperverletzung verantworten. In dem Prozess soll geklärt werden, was sich damals abspielte – denn die Ereignisse haben die Beteiligten laut der Gerichtsakten unterschiedlich in Erinnerung.

Getränk über den Kopf geschüttet

Eine Version der Geschichte beschreibt die Nacht grob zusammengefasst so: Der 43-Jährige saß in Begleitung von zwei Frauen gegen 2Uhr in der Innenstadt, als zwei Männer des Weges kamen. Weil der Sitzende diese für Bekannte hielt, sprach er sie an – worauf die Männer dem Kontaktfreudigen ein Getränk über den Kopf schütteten. Später kam es zu einem weiteren Aufeinandertreffen: Der Übergossene sprach die beiden erneut an, worauf die Situation eskalierte.

Der 43-Jahre alte Mann erhielt einen Faustschlag ins Gesicht, ging zu Boden und wurde getreten. Als die Frauen dem Angegriffenen zu Hilfe eilten, wurden sie an den Haaren gepackt. Der verletzte Mann flüchtete zum Auto des Trios, einer der mutmaßlichen Schläger eilte ihm nach und schlug die Tür des Wagens so zu, dass diese den Malträtierten schmerzhaft am Fuß traf. Es hagelte angeblich weiter Schläge und Tritte. Eine der Frauen rief schließlich die Polizei und einen Krankenwagen.

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Die Angeklagten gaben laut Amtsgerichtsdirektor Thomas Mayer dagegen zu Protokoll: Der 43-Jährige sei auf sie zu gerannt, worauf es ihrerseits zur Abwehrreaktion gekommen sei.

Folgen der Schlägerei: Blutergüsse und ein gebrochenes Nasenbein

Unstrittig sind die Folgen der Schlägerei: Blutergüsse, Rippenprellungen, blutende Wunden und ein kaputtes Nasenbein. Außerdem waren alle drei Männer damals betrunken: Der Verletzte hatte über ein Promille Alkohol im Blut, der jüngere Bruder 1,1 und der ältere gar über zwei Promille, so Amtsgerichtsdirektor Mayer auf Anfrage.

Einer der Angeklagten sei mehrfach einschlägig vorbestraft, der andere habe juristisch gesehen eine weiße Weste. Die Verhandlung ist für Montag, 30. März, angesetzt. Geladen sind fünf Zeugen, darunter zwei Polizeibeamte.

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