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Haushalt

30.04.2015

Nersingen investiert in Gewerbe und Feuerwehr

Gemeinde gibt vorsichtig Geld aus. Bei den Beratungen ging es auch um ein jahrelanges Wunschprojekt

Bekommt Nersingen bald eine Dreifachturnhalle? Die Frage nach dem Wunschprojekt, die schon seit Jahren durch die Großgemeinde geistert, war auch bei den diesjährigen Haushaltsberatungen wieder Thema. Wie bei den Vorgesprächen im Bau- und Umweltausschuss sowie gestern im Haupt- und Finanzausschuss deutlich wurde, will die Großgemeinde in diesem und den kommenden Jahren aber vorsichtig investieren. Jetzt seien erst einmal die Gewerbegebiete und die Feuerwehren an der Reihe.

Insgesamt rund 569000 Euro sind für die Feuerwehren Nersingen, Straß und Fahlheim im Vermögenshaushalt der Gemeinde eingeplant – nicht inbegriffen ist der mögliche Neubau eines Feuerwehrhauses. Die Floriansjünger aller Wehren werden erst einmal mit neuer Kleidung und neuer Ausrüstung ausgestattet. Die größte Investition im Feuerwehrbedarfsplan wird ein neues Löschfahrzeug für Straß für 370000 Euro sein. „Vor drei oder vier Jahren hätten wir uns das nicht einfach so leisten können, ohne in anderen Bereichen zurückzustecken. Im Vergleich dazu geht es uns jetzt gut“, sagte Bürgermeister Erich Winkler. Er ist der Meinung, Nersingen ist auf einem guten Weg.

Daher will die Gemeinde auch in Gewerbegebiete investieren: Für den Erwerb von Grundstücken am „Kreuzeck“ in Straß sind 298000 Euro eingeplant, ebenso 255000 Euro dort für Baumaßnahmen (wie Straßen). Wie bereits berichtet, soll dem jahrelang brachliegenden Gewerbegebiet am östlichen Ortsrand von Straß wieder Leben eingehaucht werden.

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Wie Bürgermeister Winkler gestern im Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, stehen an der Grundschule Oberfahlheim dringende Baumaßnahmen in Sachen Brandschutz an. Für 20000 Euro würden neue Fluchtwege errichtet, die die Schüler im Falle eines Brandes im Treppenhaus nutzen können.

Weil es die Finanzlage zulässt und die Stimmung im Ausschuss gestern irgendwie gut war, gab’s für den Bauhof noch ein kleines Geschenk: einen Schneeräumaufsatz für 25000 Euro für das Gemeindefahrzeug.

Schmunzeln mussten einige Räte auch, als in beiden Ausschusssitzungen ein wenn auch kurzes Gespräch über den Neubau einer Dreifachturnhalle aufkam – von den Freie-Wähler-Räten ausgelöst durch Andeutungen von Dieter Wegerer (gestern im Haupt- und Finanzausschuss) und eine Frage von Gemeinderat Max Mayer (im Bau- und Umweltausschuss): „Wie viel Geld haben wir denn jetzt konkret zur Verfügung?“ Kämmerer Michael Ott, der den Haushaltsplan erstellt hat, nannte die 2,48 Millionen Euro aus den Rücklagen. Bevor überhaupt eine Debatte entstehen konnte, nahm Bürgermeister Winkler bei beiden Ausschusssitzungen dem Ganzen gleich den Wind aus den Segeln: „Was das angeht, will ich warnen. Wir sind noch nicht in der Lage, Luxusdinger zu planen. Wir müssen maßvoll investieren.“ In etwa drei bis fünf Jahren könne noch einmal darüber gesprochen werden, „wenn die finanzielle Situation sich so weiterentwickelt“, so Winkler.

Seit 2003 hat der Schuldenstand stetig abgenommen: Damals waren es 11,6 Millionen Euro, 2014 betrug der Schuldenstand 5,5 Millionen Euro und für Ende 2015 ist in der 9283 Einwohner großen Gemeinde noch einmal ein Rückgang um etwa 631000 Euro geplant. (kat)

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