Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten zum Jubiläum 150 Jahre Stadt Neu-Ulm ist das Festwochenende am 1. und 2. Juni im Zentrum. Die Stadt bezeichnet das Wochenende als „Neu-Ulmer Feiertage“. Da sind Samstag und Sonntag gespickt mit Veranstaltungen aller Art. Ein Hingucker soll dabei die aufwendige Illumination des Donaucenters mit Beschallung durch die „Rüstungsschmiede“ aus Dresden sein. Die Stadt lässt sich dieses Festwochenende einiges kosten: Insgesamt liegt der Etat bei gut 300000 Euro, von denen alleine 90000 Euro für die Beleuchtung des Donaucenters veranschlagt sind. „Das ist ein Geburtstagsgeschenk für unsere Bürger“, sagte Bürgermeisterin Rosl Schäufele bei der Vorstellung des Programms.
Einen Strich durch die Rechnung der Veranstalter – auch die hiesigen Vereine tragen zu den Feiertagen viel bei – kann nur das Wetter machen. Bei ganz schlechter Witterung müssten viele Straßenaktionen flach fallen. Einen Plan B gibt es nicht, vor allem aus organisatorischen Gründen. Mit dabei sein werden am ersten Juniwochenende Abordnungen aus den drei Partnerstädten Bois-Colombes (Frankreich), Trissino (Italien) und Meiningen (Thüringen) sowie Vertreter der Schwesterstadt New-Ulm (USA). Alleine auf fünf Bühnen wird es musikalische Darbietungen geben. Die interessanteste dürfte dabei die Flussbühne beim Edwin-Scharff-Haus sein. Dort wird auch eine Tribüne aufgestellt, die Platz für 1600 Besucher bieten soll. „Eine Flussbühne hat es hier noch nie gegeben“, betonte Rosl Schäufele. „Das ist etwas ganz Besonderes.“ Im Programm auf der Flussbühne (Samstag 14 bis Mitternacht, Sonntag 12 bis 23 Uhr) stehen unter anderem Auftritte von The Trouble Notes, der Cris Cosmo Band und der Big Band der Universität Ulm. Eröffnet werden die Feiertage am 1. Juni um 11 Uhr mit dem Fassanstich durch Oberbürgermeister Gerold Noerenberg auf dem Schwal. Im Anschluss unterhält dort die Stadtkapelle Neu-Ulm. Um 13.30 Uhr folgt ein internationales Geburtstagskonzert mit Ensembles aus den Partnerstädten und aus New-Ulm. Abends spielt Herrn Stumpfes Zieh- und Zupfkapelle auf. Programmende ist um 23 Uhr. Am Sonntag (12 bis 22.30 Uhr) sind regionale Kapellen zu hören, unter anderen die Albfetza.
Musik nonstop wird auch auf dem Marienplatz geboten.
Am Samstag (12 bis 22 Uhr) treten dort beim Singer/Songwriter-Programm unter anderen Liffey Looms und Mr. Fabulous auf, am Sonntag (ebenfalls 12 bis 22 Uhr) beispielsweise Paul Clayton, Mellow Mark und die Roadstring Army. Auf dem Petrusplatz präsentiert Radio 7 das Programm. Ab 17 Uhr gibt es eine Party mit Hits aus den 90ern und um 21 Uhr wartet als musikalischer Höhepunkt die bekannte schwedische Band Rednex (größter Hit: „Cotton Eye Joe“) mit fetzigem Country-Rock auf. Programmende ist um Mitternacht. Am Sonntag (14 bis 23.30 Uhr) geht es illuster unter anderem mit der Gruppe Die Autos weiter.
Der Johannesplatz dürfte vorwiegend ein Tummelplatz für Kinder werden, denn dort gibt es am Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 19 Uhr ein Kinderprogramm mit Darbietungen der Circusschule Harlekin und eines Zauberers, eine Spielstraße und eine Riesenseifenblasen-Werkstatt. Am ersten Abend bietet Radio 7 eine Mixshow (20 bis Mitternacht), am Sonntag (19 bis 23.30 Uhr) wird eine U-150-Party geboten: Kommen darf jeder, der jünger ist als 150 Jahre.
Auf der Flaniermeile zwischen Edwin-Scharff-Haus und Schwal sowie zwischen Herdbrücke und Ludwigstraße entlang der dann für den Verkehr gesperrten Augsburger Straße finden die Gäste eine Flaniermeile – unter anderen mit Straßenmusikern, Gauklern und Artisten. Die Besucher der Feiertage werden mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Nah und Fern verwöhnt.
Projektleiter Ralf Mager und Mareike Kuch, stellvertretende Leiterin der Abteilung Schule, Sport, Kultur und Freizeit im Neu-Ulmer Rathaus, versprachen unisono, das es „keinem langweilig werden“ wird und dass „für jeden etwas dabei“ sei. „Im Vordergrund des zweitägigen Festes stehen auf jeden Fall Kultur, Musik, Essen und Trinken“, zählte Kuch auf. Und natürlich der Spaß, den die Besucher auf jeden Fall haben dürften. Das genaue Programm wird noch veröffentlicht.