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Neu-Ulm
18.05.2021

Projekt "Jugend entscheidet" startet mit Stadtrallye in Neu-Ulm

Im Vorfeld der Aktion "Jugend entscheidet" hat jetzt eine Stadtrallye für Kinder und Jugendliche in Neu-Ulm begonnen.
Foto: Alexander Kaya

Beim Projekt "Jugend entscheidet" können Buben und Mädchen mitbestimmen, was in Neu-Ulm passiert. Zuvor bietet die Stadt mehrere Aktionen an.

Die Stadt Neu-Ulm hat sich im Dezember neben 114 anderen Städten für das Projekt „Jugend entscheidet – Wir machen mit!“ der Hertie-Stiftung beworben und Anfang des Jahres eine Zusage erhalten. Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren erhalten im Rahmen des Projekts die Möglichkeit, eine reale kommunalpolitische Entscheidung zu fällen. Bis es so weit ist, haben sich Mitarbeiter der Stadt eine Menge Aktionen für Kids ausgedacht.

Umgesetzt werden diese von einem kommunalen Projektteam, dem neben Vertretern der einzelnen Dezernate auch Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger angehört. „Ich freue mich sehr auf den Prozess, der vor uns liegt und bin gespannt, was sich die Jugendlichen für unsere Stadt wünschen, was sie gerne anders haben möchten und wo Verbesserungsbedarf gesehen wird“, sagt die Oberbürgermeisterin.

Bei dem mehrteiligen Entscheidungsverfahren sollen die Jugendlichen zunächst Ideen und Verbesserungsmöglichkeiten sammeln sowie Themenvorschläge erarbeiten. Danach bereiten Politik und Verwaltung eine konkrete Entscheidungsfrage mit mehreren Antwortmöglichkeiten vor. Über diese Optionen stimmen zuerst die Jugendlichen und schließlich auch der Neu-Ulmer Stadtrat ab.

Stadtrallye in Neu-Ulm dauert bis zum Ende der Pfingstferien

Zuvor sind viele Aktionen für und mit Jugendlichen geplant. Los geht es mit einer smarten Stadtrallye, die in dieser Woche gestartet ist und bis zum Ende der Pfingstferien dauert, also bis zum 6. Juni. Zur Rallye werden an verschiedenen Punkten in der Stadt gut 30 Plakate zu elf Themenbereichen verteilt, auf denen Fragen und Informationen zu und über die Stadt zu lesen sind. Die Teilnehmer können Fragen über einen QR-Code digital beantworten und so Punkte sammeln und einlösen. Es gibt Preise zu gewinnen. Die Rallye richtet sich an Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren, es können aber auch jüngere Kinder oder Erwachsene teilnehmen. Benötigt wird lediglich ein Smartphone oder ein Tablet.

Am Dienstag, 15. Juni, gibt es von 16 bis 17 Uhr eine digitale Auftaktveranstaltung. Dort werden den Jugendlichen die wesentlichen Aspekte des Projekts „Jugend entscheidet“ vorgestellt.

Am Samstag, 3. Juli, sind alle interessierten Jugendlichen eingeladen, an einer Themenwahlveranstaltung mit Workshops mitzuwirken. Dabei können Vorschläge für Projekte in der Stadt gemacht werden. Zusammen mit Mitgliedern des Stadtrates wird zudem darüber diskutiert und beraten, ob die gewünschten Vorhaben machbar sind. Sofern die Umstände es zulassen, ist eine Präsenzveranstaltung geplant, ansonsten ein digitales Format.

Jugendliche stimmen vor dem Neu-Ulmer Stadtrat ab

Ende des Jahres ist eine Sitzung des Stadtrates geplant. Davor sollen die Jugendlichen in Anwesenheit der Räte über ihren erarbeiteten Antrag abstimmen. Nach der Abstimmung behandelt der Stadtrat den beschlossenen Antrag der Jungen und Mädchen. „Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass einerseits die Jugendlichen in die bestehenden kommunalpolitischen Abläufe einbezogen werden, andererseits Stadträtinnen und Stadträte an den Diskussionen und Überlegungen der Jugendlichen teilhaben können. Lediglich die formale Entscheidung verbleibt bei den gewählten Ratspolitikern“, erklärt Heinz Huslig, Leiter des Sachgebiets Jugend im Neu-Ulmer Rathaus und Projektleiter von „Jugend entscheidet“.

Während des gesamten Projekts wird die Stadt Neu-Ulm von einem Projektteam der Hertie-Stiftung begleitet. Die Jugendlichen werden in der Entscheidungsfindung vom Verein „Politik zum Anfassen“ unterstützt. Darüber hinaus werden die Neu-Ulmer Bemühungen auch mit 5000 Euro gefördert.

Das sagt Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger zu dem Projekt

Oberbürgermeisterin Albsteiger sieht in dem Modellprojekt eine große Chance für die Stadt, aber auch die Jugendlichen: „Als junge Stadt passt das Projekt „Jugend entscheidet“ hervorragend zu uns. Ich hoffe und wünsche mir, dass möglichst viele Jugendliche sich an diesem Projekt beteiligen. Denn sie haben hier die wirklich besondere Gelegenheit, ganz konkret in ihrer Stadt etwas anzustoßen, in einem demokratischen Prozess zu beschließen und schließlich auch konkret umzusetzen“, so die Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin. (AZ)

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