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Senden

19.08.2020

Neues Café in Senden bietet Eis im Sommer und Kaffee im Winter

Eis, Kaffee und Kuchen in prominenter Lage: Tomas Cais betreibt das neue Café „Dida-Eismanufaktur“ an der Ecke Kemptener Straße/Hauptstraße in Senden.
Bild: Angela Häusler

Plus An prominenter Stelle eröffnet in Senden ein neues Café: die Dida-Eismanufaktur. Neben Kulinarik können Gäste auch Kurse belegen.

Eisbecher im Sommer, Kaffee und Kuchen im Winter – das gehört zum Konzept eines neu eröffneten Cafés in der Sendener Innenstadt: An der Rathauskreuzung hat unlängst mit der „Dida Eismanufaktur“ das dritte Eiscafé in der Sendener City eröffnet. Betreiber Tomas Cais ist trotz der nahen Konkurrenz guter Dinge.

„Dieser Standort ist so gut – als das hier frei war, war klar: Hier müssen wir was machen“, sagt Tomas Cais, der die Eismanufaktur gemeinsam mit Ehefrau Hasibe führt. In der Illerstadt sind die zwei keine Unbekannten, jedenfalls unter Eisliebhabern: Seit 2019 sind die beiden mit ihren kalten Kreationen in Senden und Umgebung unterwegs – bisher mit dem mintfarbenen Eiswagen im Retro-Design, den sie „Luigi“ getauft haben. Bei Festen und Firmenevents haben sie in dem kleinen Gefährt ihr selbst produziertes Eis verkauft, und sind jetzt froh, wieder einen festen Standort zu haben, wie es zuvor bereits in Söflingen mit der eigenen Eisdiele der Fall war.

Der Sendener Besitzer kommt aus einer Eismacher-Familie

Tomas Cais stammt aus einer italienischen Eismacher-Familie: Vater Valerio arbeitet als Eismeister noch heute im Betrieb mit. Mit Gattin Angelika hatte Valerio lange Jahre Eiscafés unter anderem in Amstetten, Heroldsberg und Neu-Ulm geführt und das Handwerk wiederum bereits von seinem Vater erlernt.

In der neu eingerichteten Küche, die am neuen Standort hinter dem Gastroraum ihren Platz gefunden hat, wird immer wieder an schmackhaften Eissorten experimentiert, mit Früchten und Obst der Saison zum Beispiel. Alles ganz ohne Chemie, wie Tomas Cais betont: „Wir machen ganz natürliches Eis, ohne Aromastoffe und Fertigmischungen. Deshalb haben wir nicht so viele Sorten, aber unsere Kunden schätzen den Geschmack.“ Während andere, große Eisdielen in ihren Auslagen bis zu 40 Sorten anbieten, füllen im „Dida“ derzeit 17 Eis-Arten die Behälter. Joghurt-Honig-Walnuss zum Beispiel, Waldbeere-Rosmarin, Schokolade oder Zwetschge, weil die Zwetschgen gerade reif sind.

24 Sitzplätze bietet das Lokal an kleinen Tischen vor dem Eingang, weitere 20 befinden sich im Innenraum, den Cais, als ausgebildeter Architekt, stilsicher und passend zum Traditions-Image des Familienbetriebs kombiniert hat: Angesagt geradlinig, doch mit vielen Details im Design der 50er- und 60er-Jahre, an der Wand ein Kinderbereich, daneben Schränke mit italienischen Süßwaren und Limonaden. Im Winter wollen die Cais auf den 80 Quadratmetern neben Eis noch Kuchen und Waffeln anbieten, vielleicht auch Cocktailabende veranstalten, da legen sie sich noch nicht fest.

In Senden gibt es Kurse zur Eisherstellung

Klar ist aber schon, dass Tomas Cais im Haus künftig interessierten Hobby-Gelatieri zeigen will, wie das traditionelle Handwerk des Eismachens funktioniert. Regelmäßig will er ihnen Kurse anbieten. Denn wegen des mittlerweile großen Angebots an vorgefertigten Produkten zur Eisherstellung gerieten die althergebrachten Methoden zunehmend in Vergessenheit, berichtet er, „viele wissen gar nicht mehr, wie man Eis macht“. Und dann gibt es noch weitere Standbeine des Unternehmens: den Verkauf der Eismaschinen, die im Familienbetrieb seit Jahrzehnten gebaut werden, und das fachkundige Planen und Einrichten von Eisdielen.

Das Geschäft mit den Eigenkreationen in der Innenstadt sei gut angelaufen, so Cais, der das Café mit seiner Ehefrau und einer neuen Angestellten betreibt. Zu tun ist genug, offen ist jetzt in der Saison sieben Tage pro Woche. „Die warmen Sommertage nimmt man alle mit“, so der Unternehmer, der sicher ist: Für eine Stadt in der Größe Sendens ist die Eisdielen-Dichte nicht zu hoch: „Jeder wird seine Stammgäste haben.“

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