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Programm

21.09.2017

Nixen eröffnen den Herbst

„Nixenallerlei“ bei der Kulturnacht: (von links) Christa Mayerhofer, Reinhard Köhler und Helga Kölle-Köhler an Bord des „Ulmer Spatz“.
Bild: Andreas Brücken

Der Verein „KunstWerk“ wird 15 Jahre alt und setzt in seinem neuen Programm vor allem auf modernen Jazz. Kurz vor Weihnachten erwartet die Besucher eine Überraschung

15 Jahre hat der Verein „KunstWerk“ nun schon auf dem Buckel. „Kein Jubiläum, nur ein Jahrestag“, gibt Vorsitzender Reinhard Köhler zu. „Aber wir sind trotzdem stolz darauf.“ Auf alle Fälle stolz genug, um den ungeraden Geburtstag mit einem Programm zu feiern, das neben viel Musik auch Ungewöhnliches zu bieten hat.

„KunstWerk“ ist ein kleiner Verein: Köhler zufolge gehören zum Team zehn aktive Mitglieder, dazu noch einmal so viele passive. „Am Anfang haben wir uns 100 bis 200 Mitglieder erhofft“, sagt Köhler, „aber diese Zeiten sind vorbei.“ Wettgemacht wird die übersichtliche Zahl durch den Einsatz der einzelnen Mitglieder, bei der Organisation wie auch bei der Künstlerbetreuung. Das Publikum schätzt hingegen vor allem den Mut und Ideenreichtum der Veranstaltungen. Köhler: „Die Leute kommen zu uns, weil sie wissen: Es sind schöne Überraschungen.“

Das zeigte sich schon bei der Kulturnacht, als das Ausflugsschiff „Ulmer Spatz“ viermal komplett voll für das Programm „Nixenallerlei“ ablegte. Nicht jeder konnte an Bord gehen, deswegen gibt es nun einen Nachschlag mit Märchen, Sagen, Balladen, Songs: Am Samstag, 23. September, um 19.30 Uhr im Modegeschäft „Fischerins Kleid“ in der Ulmer Fischergasse.

Der Rest des Herbstprogramms ist dicht getaktet. Was aber fehlt, ist Tanz. Der Grund dafür ist einfach: „KunstWerk“ hat dafür keine Projektförderung bekommen. „Es ist schwierig: Für Tanz braucht man Geld“, so Köhler. Dafür steht noch eine weitere Ausgabe der „Wortschatzübungen“ in der Ulmer Zentralbibliothek (Dienstag, 26, September, 20 Uhr) an, obwohl deren Förderung ebenfalls ausgelaufen ist. Zum Thema „Frieden ist  …“ lesen zwölf Menschen selbst ausgewählte Texte vor, darunter Münsterdekan Ernst-Wilhelm Gohl, Rabbi Shneur Trebnik und Alt-OB Ivo Gönner.

Danach wird viel gejazzt, wobei „KunstWerk“ im Einsteinhaus der Ulmer Volkshochschule vor allem experimentelle und moderne Spielarten präsentiert. Im Herbst dabei sind „Der weise Panda“ (Freitag, 29. September), die Henri Aalto Band aus Finnland (Freitag, 20. Oktober), das weltmusiklastige Afropean Project (Samstag, 18. November) und die schweizerisch-südafrikanische Formation Skyjack (Freitag, 1. Dezember). Zwischen all die Jazzer haben die „KunstWerk“-Macher eine Partyband geschoben: Äl Jawala, bekannt für eine Mischung aus Balkan, Orient und fetten Beats (Freitag, 3. November). Die Freiburger sind die Gäste bei der 15-Jahr-Feier des Vereins, ebenfalls im Einsteinhaus. Alle Konzerte dort beginnen um 21 Uhr.

Aus der Reihe fällt eine Veranstaltung: ein Besuch im Klangstein-Garten von Elmar Daucher in Oggelshausen am Federsee (Sonntag, 8. Oktober, 15 Uhr).

Damit ist das Programm auf dem aktuellen Faltblatt komplett – doch das „KunstWerk“-Team hat noch eine Überraschung in der Hinterhand: Für Freitag, 15. Dezember, hat man „Die Enttäuschung“ gebucht; das Berliner Jazzquartett machte in der Vergangenheit unter anderem durch eine Aufnahme des Gesamtwerks von Thelonious Monk von sich reden. Das Konzert wird auf alle Fälle eine Überraschung: Denn noch suchen Köhler & Co. nach einer geeigneten Location.

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