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28.01.2020

Offene Wünsche bei der Ortsentwicklung

Im Regionalplan würde die Kommune den Grüngürtel am Ortsende Richtung Illertissen am liebsten nach Süden verlegen.
Foto: Regina Langhans

Beim Regionalplan bezieht Bellenberg zur Grünzone Stellung

Der Gemeinderat Bellenberg hat sich erneut mit der Ortsentwicklung im Süden an der Gemarkungsgrenze befasst. Anlass waren eine Änderung des Flächennutzungsplans im Gewerbegebiet „Am Mühlholz“ sowie der vorliegende Entwurf zur Fortschreibung des Regionalplans Donau-Iller.

In der Debatte zeigte sich, dass die Entwicklung an der Grenze zu Illertissen ein sensibles Thema ist: Bellenberg ist die flächenmäßig kleinste Kommune. Illertissen könnte zu nahe heranbauen. Umso sorgfältiger wurden die Argumente abgewogen. Der amtierende Zweite Bürgermeister Wolfgang Schrapp (Freie Wähler) sah in den Ergebnissen „Grundlagen für die Weiterentwicklung Bellenbergs“.

Die im Regionalplan ausgewiesene bis zu 400 Meter breite Grünzone sollte im Norden und vor allem im Süden des Ortes mehr auf Nachbargemarkungen verlegt werden. Die Räte hatten dabei Flächen zwischen Bellenberg und Betlinshausen im Auge. Beim Verschieben nach Süden ließe sich ideal der geforderte 400 Meter breite Lüftungskorridor über die flachen Hangstellen umsetzen, hieß es. Interessant in dem Zusammenhang auch die Information: Der Grüngürtel darf keine Gebäude, jedoch Straßen enthalten. Da der Regionalplan die geplante A7-Ausfahrt, nicht aber die damit zu erstellende Umfahrung der Tiefenbacher Straße enthält, wünschten sich die Räte in ihrer Stellungnahme wie folgt: Bei deren Planung – womöglich innerhalb der Grünzone – sollten mehr Flächen des benachbarten Illertissen einbezogen werden. „Als flächenmäßig kleinste Kommune entfällt auf uns das meiste Areal für den Grüngürtel.“ Damit ginge ihnen nutzbare Fläche verloren, hieß es verschiedentlich im Rat.

Beruhigend hingegen war, dass sich die Vorranggebiete für den Lehmabbau aufgrund der angestellten Probebohrungen etwas verlagert und sogar geringfügig verkleinert hätten. Dass die Vorranggebiete nicht zur Debatte stünden, betonte Dietmar Jäckle (CSU): „Diese gibt es schon immer, mindestens hundert Jahre.“

Die geplante Erweiterung des Betriebsgeländes einer Schlosserei erfordert doch die Änderung des Bebauungsplans „Am Mühlholz“ und die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich. Anders habe die am südlichen Ortsrand liegende Firma keine vernünftige Erweiterungsmöglichkeit, war sich das Gremium einig. (lor)

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