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Neu-Ulm

26.01.2021

Pfuhl hat wieder ein Kirchgängle

In Pfuhl gibt es jetzt wieder ein Kirchgängle.
Foto: Inge Pflüger

Plus Fußgänger und Radfahrer gelangen wieder auf direktem Weg in die Ortsmitte von Pfuhl und zur Ulrichskirche.

Rund 200.000 Euro ließ sich die Stadt Neu-Ulm die Anlage eines Rad- und Gehweges von Ost nach West – vom Pfuhler Afraweg in die Kirchstraße – kosten. Der Weg ist fertig, hat einen Namen und kürzlich wurden auch die Schilder fürs künftige „Kirchgängle“ aufgestellt.

Mit den veranschlagten Geldern wurden nicht nur der Fußweg, sondern auch die Abstützung der maroden Kirchenmauer, die Beleuchtung und die Bauleitkosten finanziert. Das bestätigte auf Anfrage Pressesprecherin Sandra Lützel. Sie betonte, dass auf die Anlieger der angrenzenden Neubauten im Afraweg aber keine Erschließungsbeiträge zukommen, da der Weg eine Verbindungsfunktion darstelle.

Im vergangenen Jahr haben die evangelische Kirche Pfuhl-Burlafingen als Bauherrin und die Stadt Neu-Ulm im Zuge des evangelischen Gemeindehaus-Neubaus einvernehmlich diesen Verbindungsweg geplant. Demnach gelangen jetzt wieder – wie schon vor Jahrzehnten – Fußgänger und Radler auf direktem Weg in die Ortsmitte oder zur Ulrichskirche und zum alten Friedhof. Ebenso haben auch die Schulkinder wieder einen offiziellen direkten und sicheren Weg ins Schulzentrum.

Die Pfuhler Stadträte kämpften in den vorausgegangenen Diskussionen vehement für ein solches „Gängle“. Dies setzte allerdings voraus, dass die Kirchenmauer zunächst aufgepäppelt wurde.

Erinnerungen an die Jugend- und Schulzeit etlicher Kommunalpolitiker wurden wieder wach, wie sie einst auf dem eigentlich verbotenen Schleichweg, der damals schon Kirchgängle hieß, zwischen Privatgarten und Ulrichskirche ins Dorf hinein- oder hinausgingen.

Auch der Ehrenvorsitzende des Pfuhler Vereinsrings, Hans Schäufele, der an der Ecke Kirch-/Hauptstraße seit Jahrzehnten sein Geschäft betreibt, erinnert sich noch sehr genau an den sehr stark frequentierten Verbindungsweg. Noch etwas Positives wurde in den Verhandlungen hervorgehoben: die von der Denkmalbehörde genehmigte und geschaffene vier Meter breite Öffnung in der denkmalgeschützten Kirchenmauer, die nun für einen direkten und barrierefreien Zugang vom Gemeindehaus zur evangelischen Ulrichskirche sorgt.

Jahre zogen ins Land, bis das gesamte Projekt (wir berichteten ausführlich) überhaupt im September 2020 eingeweiht werden konnte. Zwischenzeitlich ist Pfarrer Robert Pitschak, der alles ins Rollen brachte und auch vollendete, bereits nach der Vollendung seines Werkes in den Ruhestand gegangen.

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