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Pfaffenhofen

21.07.2019

Pilger aus ganz Deutschland beten in Marienfried

Nach einem feierlichen Einzug, bei dem die Gläubigen eine Marienfigur trugen, begann am Samstagabend der Eröffnungsgottesdienst des Gebetstages.
Bild: Iris Goefsky

Plus Teilnehmer des großen Gebetstags bei Pfaffenhofen schätzen Begegnung und Austausch. Auch aus Nachbarländern reisen Gläubige an.

Der Pilger aus dem Raum Marburg machte einen ausgeglichenen Eindruck. „Nach diesem Gebetstag fühle ich mich gestärkt und innerlich befreit“, sagte der Teilnehmer des großen Gebetstags, der am Wochenende in Marienfried bei Pfaffenhofen stattfand. So wie dieser Mann sind ungefähr 2000 Gläubige aus Deutschland und aus einigen Nachbarländern angereist. Viele kommen schon seit Jahrzehnten jedes Jahr nach Marienfried, um an zwei Tagen zu beten und vor allem der Gottesmutter Maria zu gedenken, die in den Jahren 1940 und 1946 dort erschienen sein soll.

Thomas Demel, der Geschäftsführer der Gebetsstätte, berichtete: „Wir erwarten jedes Jahr rund 2000 Gläubige und die meisten suchen neben den Gebeten auch den Austausch und die Gespräche mit anderen Christen.“ Viele der Besucher reisten bereits am Samstagnachmittag an und stimmten sich auf eine lange Gebetsnacht ein. Ausgerüstet mit Campingstühlen, Decken und Schlafsäcken gingen viele erst einmal durch das Areal, unterhielten sich mit Gleichgesinnten und trafen sich zum Eröffnungsgottesdienst unter freiem Himmel, der von Pfarrer Rainer Hoverath aus Köln gehalten wurde.

Feierlicher Einzug mit der heiligen Maria

Nach dem feierlichen Einzug, bei dem eine Figur der heiligen Maria voran getragen wurde, begrüßte Hoverath die Besucher mit den Worten: „Jesus, der uns so fern ist und doch in unseren Herzen lebt, ist das Wichtigste in unserem Leben“. Die etwa 500 zu dem Zeitpunkt anwesenden Pilger applaudierten lautstark. In der Abenddämmerung wurde der Gottesdienst zu einer außergewöhnlichen Gebetsstunde. Der Prediger betonte, wie wichtig ihm die Tagesgebete seien, wie sie im portugiesischen Fatima gesprochen werden, und dass diese im Zentrum des Evangeliums stünden.

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Nach dem Eröffnungsgottesdienst fand eine feierliche Lichterprozession statt und eine angereiste Gruppe aus dem österreichischen Lienz kam ins Schwärmen: „Wir kommen schon viele Jahre hierher und wenn wir nicht kommen würden, dann hätten wir vieles verpasst.“ Nach der Prozession trafen sich die Teilnehmer zur großen Mitternachtsmesse und danach wurde entweder die ganze Nacht hindurch weiter gebetet oder man ruhte sich für den kommenden Tag aus. „Hier wird überall geschlafen“, sagte Thomas . „Entweder in unserem Haus in einem der Schlafsäle oder der ein oder andere schläft in der Kirche.“

Zum Abschluss predigt Rektor Georg Alois Oblinger

Am Sonntag ging es bereits um sechs Uhr morgens weiter mit einer heiligen Messe mit Pfarrer Stephan Sproll und einer weiteren Messe um acht Uhr mit Pfarrer Hubert Vonlanthen. Höhepunkt war die Festmesse mit Pfarrer Manfred Hauke aus Lugano. Am Nachmittag gab es für die gut 2000 Pilger noch einen Rosenkranz und eine Marienfeier mit Rektor Georg Alois Oblinger.

Die Gläubigen, die zum größten Teil im Seniorenalter waren, zeigten sich sehr zufrieden. „Hier ist man unter sich und wenn man jedes Jahr hierher kommt, trifft man Leute, die man kennt oder lernt wieder neue Menschen kennen“, berichtete eine ältere Frau aus Fulda. „Jeder hat eine christliche Meinung und außerdem finde ich das ganze Programm einfach toll“, fasste die Besucherin aus Osthessen die zwei Gebetstage zusammen.

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