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Roggenburg

29.11.2018

Plätzchen essen und dabei Gutes tun

Kokosmakronen, mit Marmelade gefüllte Teigtaschen oder Schoko-Ringe: Am Stand unserer Zeitung auf dem Roggenburger Weihnachtsmarkt lässt sich eine köstliche Vielfalt an selbst gebackenen Plätzchen erstehen – und das für den guten Zweck.
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Kokosmakronen, mit Marmelade gefüllte Teigtaschen oder Schoko-Ringe: Am Stand unserer Zeitung auf dem Roggenburger Weihnachtsmarkt lässt sich eine köstliche Vielfalt an selbst gebackenen Plätzchen erstehen – und das für den guten Zweck.

Der Landfrauenchor Neu-Ulm und der Frauenbund Wullenstetten haben köstliche Plätzchen zugunsten der Kartei der Not gebacken. Am Freitag wird es auf dem Weihnachtsmarkt in Roggenburg verkauft.

Marzipankartoffeln, Mini-Nussecken, Zimtsterne, Vanillekipferl und Nugatkugeln – diese Aufzählung ließe sich noch lange weiterführen. Der Frauenbund aus Wullenstetten und der Landfrauenchor Neu-Ulm haben mit ihren gebackenen Kunstwerken auch dieses Jahr wieder Fleißarbeit für den guten Zweck geleistet. Die Plätzchen werden zugunsten der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, ab dem morgigen Freitag auf dem Weihnachtsmarkt in Roggenburg verkauft. Der Erlös der Aktion geht an unverschuldet in Not geratene Menschen aus der Region.

Die Bäckerinnen unterstützen die Plätzchenaktion unserer Zeitung gerne. „Es ist schon ziemlich viel Arbeit und die Zutaten sind auch nicht gerade billig – aber weil es für den guten Zweck ist, mache ich es gerne“, sagt eine der vielen fleißigen Helferinnen in Wullenstetten. So sieht man das auch beim Landfrauenchor Neu-Ulm. „Das ist unser Beitrag für den guten Zweck“, sagt Hildegard Mack. Die Kreis- und Markträtin, die seit Kurzem auch Seniorenbeauftragte des Landkreises ist, weiß: „In unserer Region gibt es auch viel Armut.“

Die Bäckerinnen unterstützen die Kartei der Not schon lange

Die Frauen sind gut eingespielt, schließlich unterstützen der Landfrauenchor Neu-Ulm und der Frauenbund Wullenstetten die Aktion zugunsten der Kartei der Not schon seit mindestens zehn Jahren. Jede Helferin weiß, was sie zu tun hat. Einige der rund 20 Bäckerinnen in Wullenstetten packen die Plätzchen in Tüten, dabei achten sie darauf, eine bunte Vielfalt in jedes Päckchen zu füllen. Insgesamt haben sie mehr als 40 Sorten zur Verfügung. „Man möchte am liebsten jedes Plätzchen in die Tüten füllen – aber das wäre natürlich viel zu viel“, sagt Frauenbund-Vorsitzende Monika Simon und lacht.

Nachdem die Tüten abgewogen wurden, wandern sie an den „Verschönerungstisch“. Dort werden Aussehen und Plätzchenauswahl in Augenschein genommen. Wenn das Ergebnis nicht gefällt, füllen die Frauen mit geübtem Blick Plätzchen in den fehlenden Farben nach. „Die Kontrolle ist hier streng“, sagt Simon und grinst. Dann werden die Tüten mit grünen Nadelzweigen, roten Schleifen und dem Kartei-der-Not-Aufkleber hübsch verpackt.

Die Plätzchen sind auf dem Weihnachtsmarkt schnell weg

Erfahrungsgemäß sind die Plätzchen auf dem Weihnachtsmarkt schnell ausverkauft. Dabei würde – rein rechnerisch – allein die Menge an süßem Naschwerk, die um die 25 Bäckerinnen vom Landfrauenchor Neu-Ulm mit Unterstützung von Ortsbäuerinnen aus Kadeltshofen gebacken haben, für ein ganzes Jahr reichen. Pro Woche könnte man sich auf ein bestimmtes Gebäck konzentrieren. Denn insgesamt 53 verschiedene Sorten haben Annemarie Bucher, Lore Junginger, Christa Wiedenmann, Anni Grötzinger, Elfriede Bühler, Monika Vorwalder und Hildegard Mack auf dem Hof der Familie Mack in Diepertshofen in Tütchen verpackt.

Monika Vorwalder ist seit einem Jahr Vorsitzende des Landfrauenchors, dessen Mitglieder aus dem ganzen Landkreis kommen. „Wir unterstützen die Aktion gerne, weil es Spaß gemacht“, sagt sie. „Auch wenn die Zeit oft ein Problem ist.“ Über die Jahre hat sich die Hilfe in der Vorweihnachtszeit zu einem festen Termin etabliert.

Während die Frauen in Diepertshofen die Plätzchen verpacken, tauschen sie sich untereinander aus: Woher kommt die Farbe dieses Gebäcks? Wie leicht lässt sich jene Sorte herstellen? Immer wieder kommen auch Rezepte aus dem Backmagazin Zuckerguss zum Einsatz. Eines ist angesichts der Vielzahl an süßen Köstlichkeiten besonders faszinierend: Praktisch keine Sorte ist zweimal vertreten. „Und das ohne Absprache“, sagt Vorwalder. Selbst wenn das passiert, ist es nicht weiter schlimm, heißt es in Wullenstetten, denn: „Spritzgebäck ist nicht gleich Spritzgebäck.“

Der Roggenburger Weihnachtsmarkt öffnet morgen, Freitag, um 16.30 Uhr. Die Plätzchen gibt es am Stand unserer Zeitung (Nummer 48).

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