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02.07.2010

Quantentechnologie soll Uni Ulm voranbringen

Prof. Karl Joachim Ebeling, Festredner Wolfgang Heckl mit Frau Sigrid Schütz-Heckl (links im Bild) und Dipl.-Ing. Hans Hengartner (2. von rechts) überreichen die Promotionspreise an Heike Anja Unnewehr, Michael Flierl (vertreten durch Prof Markus Huber-Lang), Jon Jakob Genuneit, Anja Zehrmann, Christian Carbogno, Louis Hugo Brewis, Carolin Hupopert und Florian Raudies. Foto: Brücken
Bild: Brücken

Ulm Die Universität Ulm setzt in der zweiten Runde der sogenannten Exzellenzinitiative bei ihrem Antrag auf ein Forschungscluster auf die Quantentechnologie. Das teilte Universitätspräsident Professor Karl Joachim Ebeling am Freitag erstmals öffentlich mit. Demnach will sich die Uni Ulm gemeinsam mit der Universität Stuttgart mit dem zukunftsträchtigen Forschungsthema "Integrierte Quantenwissenschaft und Quantentechnologie" an dem Wettbewerb um viele Fördermillionen beteiligen. "Neben der neuen Initiative der Physik werden wir selbstverständlich auch eine verlängerte Förderung für unsere überaus erfolgreiche Graduiertenschule in Molekularer Medizin beantragen", sagte Ebeling beim Festakt anlässlich des 43. Jahrestags der Universität im Hörsaal der Medizinischen Klinik.

In Sachen Quantentechnologie hofft die Uni Ulm Präsident Ebeling zufolge jetzt auf eine Zusage des Experimentalphysikers Dr. Dietrich Leibfried, der momentan noch am renommierten National Institute of Standards and Technology in Boulder/Colorado ( USA) forscht. Leibfried war Ende Februar für eine Alexander von Humboldt-Professur ausgewählt worden, den mit fünf Millionen Euro dotierten höchsten deutschen Forschungspreis. Damit war bereits zum zweiten Mal eine Humboldt-Professur an die Universität Ulm vergeben worden.

Nachdem der erste Preisträger, der theoretische Physiker Professor Martin Plenio, vor gut einem halben Jahr die Leitung seines neuen Instituts übernommen habe, bemühe sich die Uni derzeit intensiv um Leibfried, für Ebeling "ein weiterer wichtiger Eckpfeiler für einen Erfolg bei der Exzellenzinitiative". Dabei sei "bisschen Optimismus durchaus angebracht", wie der Unipräsident vorsichtig formulierte. Immerhin habe der international gefragte Quantenoptiker inzwischen einen gleichzeitig vorliegenden Ruf der ETH Zürich abgelehnt.

Positive Signale auch seitens der Helmholtz-Gemeinschaft: Die geplante Einrichtung eines Instituts in Ulm, wichtiger Faktor beim Ausbau des Bereichs Elektrochemie und Elektromobilität zu einem weiteren großen künftigen Forschungsschwerpunkt, soll "noch in diesem Jahr vertragsfest gemacht werden". Zudem sehe er Chancen auf einen Neubau für das geplante Helmholtz-Institut. Mehr noch: "Berechtigte Hoffnungen" auf eine Zusammenarbeit mit der Helmholtz-Gemeinschaft sieht Karl Joachim Ebeling auch für die Medizinische Fakultät. Bei der geplanten Einrichtung kooperativer Gesundheitszentren mit universitären Partnern nämlich und auf Ulm bezogen in der Onkologie und in der Infektiologie, der "anerkannten Expertise auf diesen Gebieten" wegen. Wie beim Helmholtz-Institut für Elektrochemie und Elektromobilität soll sich auch hier die jährliche Förderung auf rund fünf Millionen Euro belaufen. "Planmäßig voran schreitet der Ausbau der Universität Ulm im Rahmen des Programms Hochschule 2012 des Landes", berichtete Präsident Professor Karl Joachim Ebeling beim Festakt der Uni. Erfolgreich entwickle sich dabei der im zurückliegenden Wintersemester angelaufene neue Bachelorstudiengang Psychologie, der im kommenden Jahr auf 150 Studienanfänger anwachsen werde.

Acht junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind beim Festakt zum 43. Jahrestag der Universität Ulm für herausragende Dissertationen mit den Promotionspreisen der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) ausgezeichnet worden. (az)

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