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Ulm

16.02.2018

Rassismus-Streit geht im Radio weiter

Eckt mit seinen Thesen derzeit gewaltig an: Walter Feucht.
Bild: Horst Hörger

Der Unternehmer Walter Feucht und sein schärfster Kritiker Lothar Heusohn wollen ihre Standpunkte klären. Die Polizei hat aus einem anderen Grund Ermittlungen aufgenommen.

Massive Vorwürfe, hitzige Diskussionen. Jetzt geht der Streit um den Unternehmer Walter Feucht und seine Kolumne „Feuchts Einwurf“ im Stadtmagazin Spazz in die nächste Runde – und die Polizei sucht wegen einer Schmiererei, die sich wohl gegen Feucht richtet, nach Zeugen.

Vor einer Woche hatte Lothar Heusohn als Vorsitzender des Ulmer Weltladens Feucht für seine Kolumne aus der Dezember-Ausgabe kritisiert. Mit Unterstützung von 38 regionalen Organisationen griff Heusohn die „Herabwürdigung von Flüchtlingen auf generellverdächtige Kriminelle“ an. Michael Köstner, der Chef des Ulmer Verlags KSM, in dem das Stadtmagazin erscheint, verteidigte seinen Kolumnisten daraufhin. Feucht selbst legte in der Februar-Ausgabe des Spazz gegen den Grünen-Abgeordneten Jürgen Filius nach. Filius hatte ihn zuvor ebenfalls massiv kritisiert.

Nun treffen Heusohn und Feucht in einem Streitgespräch aufeinander, das der lokale Radiosender Donau 3 FM am Samstag, 17. Februar, von 12 bis 13 Uhr ausstrahlt. Für Mittwoch, 21. Februar, 20 Uhr, ist eine Wiederholung geplant. Ziel der Diskussion ist es laut Robin Schuster, demProgrammchef des Senders, dass jeder seinen Standpunkt in der Flüchtlingsfrage vertreten und seinem Gegenüber seine Position zu erklären kann.

Als Angriff auf Feucht ist wohl eine Schmiererei zu sehen, die ein Zeuge am Mittwochmorgen am Gebäude des Spazz-Herausgeberverlags KSM entdeckt hat. „Rassismus ist feucht“ steht mit violetter Farbe an der Wand des Hauses in der Ulmer Schaffnerstraße. Die Polizei bittet nun um Unterstützung der Bevölkerung. Nach Angaben der Beamten hat ein Unbekannter den Schriftzug zwischen Dienstag, 18 Uhr, und Mittwoch, 9 Uhr, an der Hauswand hinterlassen. Die Buchstaben befinden sich über einem Fenster des Erdgeschosses. Deshalb vermuten die Ermittler, dass der Unbekannte entweder eine Leiter dabei hatte oder einen Mittäter, der ihm half. Anders hätte er nicht an die Stelle der Wand gelangen können. (mase)

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