1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Rekord beim Silvesterlauf

Landkreis/Holzheim

01.01.2019

Rekord beim Silvesterlauf

Trotz Schmuddelwetter gingen beim Silvesterlauf zu Gunsten der Kartei der Not, dem Hilfswerk unserer Zeitung, 300 Menschen an den Start.
Bild: Willi Baur

300 Menschen sporteln in Holzheim für den guten Zweck. Die Organisatorin hat besonders viel zu tun

15 Mal schon war „Adler“-Chefin Tanja Schmid Gastgeberin des von ihr initiierten Silvesterlaufes, erstmals aber konnte die selbst laufbegeisterte Wirtin nicht gemeinsam mit ihren Gästen auf die Strecke. Grund für den von ihr verpassten persönlichen Jubiläumslauf: „Ich musste Butterbrezeln schmieren.“

So viele wie noch nie am letzten Tag des Jahres. Fast 300 Stück nämlich, für jeden Teilnehmer eine. Als Belohnung für die Anstrengungen und, zusammen mit einem Glas Sekt, als Dankeschön für das Startgeld, das wie immer guten Zwecken zufließen wird: Eine Hälfte geht an die „Kartei der Not“, die Hilfsaktion unserer Zeitung. Die andere soll über die Aktion „Holzheim hilft“ eine im Ort lebende alleinerziehende Mutter unterstützen, die ein schweres Los zu tragen hat: Eines von zwei Kindern ist schwerstbehindert, der Ehemann an Weihnachten vor zwei Jahren überraschend verstorben.

Immer mehr Menschen laufen mit

Insofern freut sich Tanja Schmid mit einem weinenden und einem lachenden Auge über die Rekordteilnahme. 288 Menschen hatte sie diesmal auf der Liste, 225 waren es im Vorjahr, gerade mal 25 beim ersten Start vor 15 Jahren.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Folge für die agile „Adler“-Wirtin: „Seit acht Uhr morgens stand ich in der Küche.“ Da waren es noch zwei Stunden bis zum Beginn des Laufes und Personal half zwar mit, war aber nur bedingt verfügbar. Verständlich, denn schon am Vorabend ist es spät geworden in der „Südtiroler Speckstube“, an Silvester wohl noch später.

Mit Folgen auch für Schmids Lebensgefährten Peter Pfistermeister, den Organisator des sportlichen Teils: Da war zur Streckenmarkierung eine Nachtschicht fällig. Ein Grund vielleicht, warum ein Stammteilnehmer schon vor dem Start an den genannten Distanzen zweifelte: „Im Vorjahr waren das keine neun Kilometer“, juxte der Laufexperte.

Bewegung, Spaß und Geselligkeit

Gestört hat es niemanden. Ob neun oder 15 Kilometer: Es gibt weder eine Zeitmessung noch Sieger. „Ein bisschen Bewegung“ stehe im Vordergrund, so der Hobby-Jogger, „dazu Spaß und Geselligkeit“.

Genossen haben das auch drei mutige junge Frauen aus Neuseeland, bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt übrigens in kurzen Hosen. Ein Stammgast aus Illerkirchberg hatte seinen Feiertagsbesuch mitgebracht. So unterschiedlich wie die Sportkleidung bestritt der eine oder andere Läufer denn auch das Aufwärmprogramm: Einer mit vorbildlichen Dehnübungen, ein anderer gönnte sich noch eine schnelle Zigarette.

Lesen Sie auch: Ein letzter Lauf im Jahr

Butterbrezellauf012.jpg
35 Bilder
Butterbrezellauf für guten Zweck
Bild: Andreas Brücken
Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren