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Neu-Ulm

11.10.2017

Retter proben den Ernstfall an der Donau

Die Wasserwacht Neu-Ulm bei einem Übungseinsatz nahe der Donaubrücke.
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Die Wasserwacht Neu-Ulm bei einem Übungseinsatz nahe der Donaubrücke.
Bild: H. Graf

Die Wasserwacht Neu-Ulm zieht in einer Übung vier Menschen aus dem Fluss – und bekommt einen neuen Helfer.

Eine Person ist von der Autobahnbrücke in die Iller gestürzt. Passanten wollen zu Hilfe eilen, kommen wegen der Strömung aber selbst in Schwierigkeiten. Das ist die Lage, die die Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung Neu-Ulm zu sehen bekam. Der Einsatz war kein wirklicher Notfall – sondern ein Übungseinsatz, der es in sich hatte.

Die erste Aufgabe ist immer gleich: die Beurteilung der Lage. Dies ist umso schwieriger, je größer und unübersichtlicher das Einsatzgebiet ist. Bei der Übung an der Illerbrücke konnten schnell zwei Personen geortet werden. Sie wurden von den Wasserrettern aus der nicht zu unterschätzenden Strömung gerettet und zur Versorgung auf eine Kiesbank gebracht, die auch der Rettungsdienst erreichen konnte.

Die Bedingungen für die Retter sind schwierig

Unfallzeugen hatten weitere Personen im Wasser gesehen. Wo genau diese sich befanden, war aber unklar. Ein Schnelleinsatzschlauchboot konnte wegen der unterschiedlichen Wassertiefe nicht überall eingesetzt werden. Somit waren weitere Wasserretter gefordert. Schnell wurden die zwei noch vermissten Personen gefunden. Sie hatten sich am Ästen und Büschen am Ufer festgeklammert.

Einen Abschied gab es trotz der erfolgreichen Suche: Nach unzähligen Reanimationsversuchen bei Ausbildungskursen in mehr als 20 Jahren muss sich die Wasserrettung von der Reanimationspuppe „Horst“ trennen. Doch es gibt keinen Grund, deshalb traurig zu sein. Denn mit Beginn des neuen Rettungsschwimmkurses für externe Teilnehmer Anfang Oktober hat die Wasserwacht Neu-Ulm Ersatz bekommen, der dem Stand der Ausbildung entspricht.

Bald starten neue Rettungsschwimmkurse

Die neue Reanimationspuppe, eine Spende des Spenglerei- und Dachdeckungsbetrieb Franke aus Pfuhl, erfüllt durch auswechselbare Gesichtsmasken alle hygienischen Standards. „Ambu Man“, der mehr als 500 Euro teure Nachfolger von „Horst“, freue sich schon auf seinen ersten Retter, schreibt die Wasserwacht. Möglichkeiten, mit der neuen Reanimationspuppe zu arbeiten, gibt es beispielsweise ab Dienstag, 17. Oktober. Dann startet ein neuer Rettungsschwimmkurs, ein paar Plätze sind noch frei.

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