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Kadeltshofen

26.11.2019

Rufe nach Ausbau der Ortsdurchfahrt werden wieder laut

Gleich mehrere Bürger forderten bei der Versammlung am Montagabend in Kadeltshofen den Ausbau der Ortsdurchfahrt samt Gehweg. Vor zwei Jahren hatte der Marktgemeinderat das Projekt verworfen.
Bild: Willi Baur

Bürgermeister Josef Walz zufolge ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Kadeltshofen nicht absehbar. Was Bürger noch stört.

Eine gewisse Erleichterung konnte Rathauschef Josef Walz bei seiner letzten Bürgerversammlung für Kadeltshofen, Remmeltshofen und Raunertshofen nicht verleugnen. Zwar stellte er am Ende fest: „Wir hatten wie immer hier eine lebhafte Diskussion, aber eine gute.“ Aber so ganz konform gingen er und die Zuhörer am Montagabend mitunter nicht.

Das betraf vor allem einige Verkehrsprobleme, die die Diskussion an dem sehr gut besuchten Abend im Gasthaus Fischer prägten. Den gleich mehrfach gewünschten Ausbau der Ortsdurchfahrt Kadeltshofen samt Gehweg etwa mochte Walz für die nächsten Jahre nicht in Aussicht stellen. „Das hat der Marktgemeinderat vor zwei Jahren auf Druck der Anwohner verworfen“, erinnerte er an seinerzeit heftige Widerstände, deren Motiv er in den damals noch möglichen Straßenausbaubeiträgen wähnte. „Jetzt sind diese weg und die Forderung wird wieder laut“, so der von Walz vermutete Zusammenhang.

Kein Geld für die Ortsdurchfahrt in Kadeltshofen

Die damals zugesagten Landesgelder seien inzwischen anderweitig verplant und eine Finanzierung aus Eigenmitteln des Marktes so schnell nicht möglich. Im Investitionsplan für 2020 und 2021 jedenfalls ist die Maßnahme Walz zufolge nicht vorgesehen. Vorrang hätten nun die Neubauvorhaben Kindergarten und Feuerwehrhaus, es sei denn, der künftige Marktrat ändere die Reihenfolge der Prioritäten. „Andernfalls müssen wir eben für die Ortsdurchfahrt einige Jahre sparen.“

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Eigentlich entschärft sein sollten aus Sicht von Walz zwei weitere angesprochene Problemzonen. An der Ortsdurchfahrt Volkertshofen sei bei der Gastwirtschaft durch das Entfernen einer Hecke und das Versetzen einer Böschung ein ausreichend breiter Parkstreifen geschaffen worden, befand er. Zur kritisierten Fußgänger-Grünphase an der Taverne-Kreuzung („zu kurz für viele Nutzer“) sagte er: „Die mit der Ampelsteuerung beauftragte Firma ist fast täglich vor Ort und hat dazu nichts festgestellt.“

Bürger schimpft über den Weihnachtsbaum

Keinen Handlungsspielraum sieht der Rathauschef bei den neuerlich bemängelten Ausweichrouten zur Stau-geplagten Pfaffenhofer Hauptstraße, dem Vernehmen nach weiterhin gerne auch von Lkw-Fahrern geschätzt. Nicht akzeptieren wollte er den Vorwurf, beim Ausbau der südlichen Hauptstraße sei diese unvertretbar verengt worden: „Die Fahrbahn ist so breit wie vorher.“

Nicht zuständig sei der Markt hingegen für den von einer Bürgerin beklagten Zustand der Straße nach Raunertshofen. Aber Walz versprach: „Das geben wir an die Jagdgenossenschaft weiter.“ Beim Abfallwirtschaftsbetrieb will er wegen der Vermüllung der Container-Station am nördlichen Ortsrand Kadeltshofens vorstellig werden. Dort treibt der Wind einem Beobachter zufolge häufig den Inhalt geplatzter Müllsäcke über Wiesen und Äcker.

Nicht aufzulösen waren am Montagabend Irritationen um einen gespendeten Weihnachtsbaum. Dem Vernehmen nach war das Gewächs vom Vorbesitzer eigentlich für Kadeltshofen gedacht, jedoch in Diepertshofen aufgestellt. Verglichen damit sei der Ersatzbaum „eine echte Krücke“, schimpfte ein Bürger.

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