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29.04.2015

Scala: 30 neue Klagen

„Aggressive Strategie“ der Sparkasse?

Im Streit um die Kündigung und Änderung hoch verzinster Sparverträge sind weitere Klagen gegen die Sparkasse Ulm erhoben worden. Die Ulmer Anwaltskanzlei Lang berichtete in einer Mitteilung von mehr als 30 weiteren Klagen von Anlegern im März und April. Damit seien nun insgesamt 50 Scala-Klagen in 33 Verfahren gebündelt, knapp ein Dutzend weiterer Klagen würden demnach vorbereitet. Laut Landgericht Ulm sind seit Wochenbeginn 20 neue Klagen gegen die Sparkasse eingetroffen. „Die kommen tröpfchenweise rein“, sagte Gerichtssprecher Hermann Steinle.

Das Ulmer Geldhaus hatte ein Jahr lang mit Anlegern über das gut verzinste Anlageprodukt Scala gestritten und Tausende Kunden aus den lukrativen Verträgen herausgelockt. Hintergrund ist die anhaltende Niedrigzinsphase, im Zuge derer sich die Sparkasse in ihrer Kreditvergabe gefährdet sieht.

Die Notwendigkeit, dass jeder Scala-Sparer, der auf seine Rechte nicht verzichten will, diese gerichtlich geltend machen muss, ergibt sich laut Rechtsanwalt Lang aus einer „sehr aggressiven Prozessstrategie“, mit der die Sparkasse Ulm die Scala-Rechtsstreite von Beginn an führt. Die Sparkasse spreche den zahlreichen Streitigkeiten jede exemplarische Bedeutung ab und kündigt damit an, dass sie die Ergebnisse der anhängigen Rechtsstreite für alle anderen Scala-Sparer nicht anerkennen wird. Allem Anschein nach arbeite die Sparkasse mit ihrer Prozessstrategie auch darauf hin, in einigen Fällen eine Verjährung zu erreichen. (az/heo)

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