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20.11.2019

Schulen wollen mehr Zeit für Sozialarbeiter

Elchinger Gemeinderat fordert Details

Seit diesem Schuljahr sind die Grundschule und Mittelschule in Oberelchingen zusammengelegt worden, weshalb ein erhöhter Bedarf der Schulsozialarbeit entstanden sei: So ist es dem Antrag der Schulleitung und der Jugendhilfe Seitz an die Gemeindeverwaltung zu entnehmen. Beschäftigt sich bisher ein Jugendsozialarbeiter eineinhalb Stunden pro Woche mit den Schülern, sollen es in Zukunft zehn Stunden sein. Die Elchinger Gemeinderäte zeigten sich jedoch wenig begeistert von dem Antrag.

So erinnerte sich Armin Willbold von der Dorfgemeinschaft Oberelchingen (DGO) an den Auftritt der Jugendsozialarbeiter im Gemeinderat im vergangenen März, als eine „motivierte Präsentation über eine gesittete Schule“. Dass jetzt ein derartiger Mehrbedarf aufgekommen sei, hätte ihn verwundert, so Willbold weiter: „Die beschaffen sich die Arbeit selber“, unterstellte der Gemeinderat und fügte hinzu, dass man auf gut Schwäbisch von einem „Gschmäckle“ reden könnte. Deshalb forderte Willbold, dass der Mehrbedarf genauer geschildert werden sollte.

Auch Karin Batke von der Unabhängigen Freien Wählergemeinschaft (UFWG) vermisste genauere Details im Antrag. Grundsätzlich aber zeigte die Rätin Verständnis für die Erhöhung der Stundenzahl: „Wir sollten die Lehrer und Schüler in ihrer Situation unterstützen.“ Empört zeigte sich Batke von der Reaktion des CSU-Rates Achim Götz. Der erklärte, dass in einem erneuten detaillierteren Antrag wahrscheinlich eine herzerweichende Begründung zu lesen sei.

Bürgermeister Joachim Eisenkolb versuchte die Wogen zu glätten und wies darauf hin, dass sich die Schülerzahl in diesem Jahr fast verdoppelt hätte. Letztlich stellten die Räte den Punkt zurück, bis weitere Details vorgelegt werden. (anbr)

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