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Senden

18.04.2019

Schwäbische Grafikausstellung im Bürgerhaus eröffnet

Die Preisträgerinnen Edith Nürnberger (Zweite von links) und Marianne Riß mit den Stiftern der Geldpreise, Sendens Bürgermeister Raphael Bögge (rechts) für die Stadt und Sponsor Bernd Mack (links) vom gleichnamigen Autohaus.
Bild: Angela Häusler

Die beiden Künstlerinnen Edith Nürnberger und Marianne Riß werden in Senden für ihre Arbeiten prämiert. Den dritten Preis gibt es diesmal nicht - aus einem ganz einfachen Grund.

Edith Nürnberger und Marianne Riß heißen die beiden Preisträgerinnen, deren Werke bei der Vernissage der 34. Schwäbischen Grafikausstellung in Senden prämiert wurden. Bis zum 28. April ist die feinsinnige Schau jetzt im Bürgerhaus zu sehen.

Bleistiftzeichnungen, Holzschnitte, Fotos, Radierungen, Drucke, die Bandbreite an Techniken ist groß, die Einfälle reichlich: Die Ausstellung zeigt insgesamt 76 Werke, geschaffen von 51 Künstlern. Zurückhaltend in der Farbgebung, beeindrucken viele von ihnen besonders durch mit Feingefühl abgestimmte Bildkompositionen. Die haben Bezug zur Gegenwart, wie beispielsweise Rolf Kaufmanns Tuschezeichnung „Registriert“, in der ein schnieke sonnenbebrilltes Pärchen auf einem Barcode fußt, oder bleiben abstrakt, wie Gisela Franks „Abendzeichnungen“. Figürliches findet sich neben klassischen Sujets aus der Natur, typografischen Spielereien oder Papiercollagen. 169 Arbeiten, berichtete Dorothea Grathwohl, Vorsitzende des Sendener Kunstvereins, hatten Künstler aus der ganzen Region für die Ausstellung eingereicht.

Edith Nürnberger malt Bilder aus schlaflosen Nächten

Besonders herausgehoben wurden bei der Eröffnung die preisgekrönten Bilder: Den Grafikpreis der Stadt Senden erhielt die gebürtige Würzburgerin Edith Nürnberger für ihr Werk „Die ich rief, die Geister!“, eine persönliche Sammlung bildlicher Assoziationen aus schlaflosen Nächten, wie Nürnberger berichtete. Nach und nach hat sie ein träumerisches Figuren-Allerlei auf mehreren Ebenen verewigt, sowohl Menschen und Tiere als auch rätselhafte Mischwesen. Die Arbeit in Mischtechnik zeuge von „psychischer Spannung bei erzählerischer Tiefe“, so der Standpunkt der Jury, die aus Martin Mäntele (HfG-Archiv Ulm), dem Künstler Jörg Eberwein, Künstlerin Martina Staudenmayer und Marco Hompes (Museum Villa Rot), bestand.

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Lobende Worte fand die Jury ebenfalls für Marianne Riß. „Die Künstlerin beherrscht das Handwerk der Radierung“, heißt es in der Begründung. Enorme Präzision, ausgeklügelte Farbgebung und Frische bescheinigten die Jurymitglieder der 80-jährigen und auch anderswo schon prämierten Künstlerin aus Krumbach. Ihre beiden in Senden ausgestellten Arbeiten „Die blaue Stadt“ und „Spiel mit Linien“ hätten großen Aufwand erfordert, erzählte Riß, deren künstlerische Ursprünge in der Roggenburger Malschule liegen und die sich häufig von der Natur inspirieren lässt.

Leider, berichtete Vereinschefin Grahtwohl, gab es in diesem Jahr keine Einreichungen von Jugendlichen. So wurde der von der Sparkasse gestiftete Jugendförderpreis diesmal nicht vergeben.

Dienstag bis Freitag 15 bis 18 Uhr, Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag und Ostermontag 10 bis 12 sowie 14 bis 18 Uhr. Karfreitag geschlossen.

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