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Ulm

13.06.2019

Secontique eröffnet in Ulm: Gebrauchte Kleidung, aber schick und wie neu

Sortieren gespendete Kleider (von links): Anton Vaas, Maria-Theresa Szymanski, Marita Redlich und Regina Hagmann-Kuttruf.
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Sortieren gespendete Kleider (von links): Anton Vaas, Maria-Theresa Szymanski, Marita Redlich und Regina Hagmann-Kuttruf.
Bild: Alexander Kaya

Die Aktion Hoffnung eröffnet die Secontique. Der Laden in der Ulmer Innenstadt setzt auf ein ungewöhnliches Konzept, die Erlöse gehen an karitative Zwecke.

Noch sind die Räume in der Dreiköniggasse leer, doch im künftigen Atelier sortieren Helferinnen schon fleißig Kleiderspenden. Ende April hat dort das vor 100 Jahren in Neu-Ulm gegründete Traditionsgeschäft Bäuerle Leder + Pelz geschlossen, am 28. Juni soll die Secontique öffnen. Statt teuren Pelz- und Lederwaren wird dort dann gebrauchte Kleidung verkauft. Das soll nicht billig wirken: „Wir wollen weg vom Konzept der Kleiderkammer“, sagt Regina Hagmann-Kuttruf, Bereichsleiterin Second Hand Shops bei der Aktion Hoffnung. Die kirchliche Hilfsorganisation der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist bekannt durch ihre Kleidercontainer, mit denen sie seit mehr als 50 gebrauchte Mode sammelt. Der Geschäftsführende Vorstand Anton Vaas sagt: „Wir wollen den Kleidern eine Wertschätzung geben.“

Die erste Secontique eröffnete im November in Albstadt im Zollernalbkreis. Ulm nahmen die Verantwortlichen im Februar in den Blick. Dann ging alles ganz schnell. Citymanager Henning Krone empfahl die frei werdende Ladenfläche in der Dreiköniggasse. „Wir haben eine tolle Vermieterin. Sie hat uns gesagt: Ich hätte Sie gerne als Mieter“, berichtet Vaas. Die Frau unterstütze die Aktion Hoffnung seit Langem.

Second-Hand-Laden der Aktion Hoffnung in Ulm setzt auf hohe Qualität und gute Beratung

Die Secontique soll auch ein Treffpunkt sein. Dort sollen zum Beispiel Filmabende, die Textilproduktion thematisieren, aber auch Aktionen mit Schulklassen und Näh-Workshops stattfinden. Letztere richten sich auch, aber nicht nur an Ehrenamtliche, die im Atelier des Geschäfts aus altem Stoff neue Kleidung nähen. Upcycling heißt das Konzept, bei dem Abfallprodukte wiederverwendet werden.

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Einkaufen sollen in der Secontique nicht nur Bedürftige. „Es gibt sehr viele Leute, die sehr bewusst an Mode drangehen“, weiß Hagmann-Kuttruf. Ihnen will die Secontique mit einer hauptamtlichen Kraft und vielen Ehrenamtlichen das gleiche bieten wie jenen, die sich teure neue Kleidung von hoher Qualität nicht leisten können: Stilvolles Ambiente und gute Beratung. Kosten sollen die Textilien höchstens die Hälfte das Neupreises, eine Jeans etwa gibt es für zehn Euro. Die Mode soll Jugendliche und Erwachsene ansprechen. Die Erlöse gehen an karitative Zwecke, darunter Hilfsprojekte in Afrika und Südamerika.

Am Montag, 17. Juni, zwischen 14 und 17 Uhr und am Mittwoch, 26. Juni, zwischen 8 und 18 Uhr werden im Laden in der Dreiköniggasse 10 in Ulm Kleiderspenden angenommen. Die Aktion Hoffnung sucht für die Secontique auch noch ehrenamtliche Helfer und Nähmaschinen.

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