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28.02.2015

Sendener sehen Invasion von Brummis

Die Sendener arbeiten an einem neuen Verkehrskonzept mit.
Bild: Häusler

Verkehrsaufkommen auf dem Prüfstand

Rund 50 Bürger, Stadträte sowie Vertreter der Sendener Stadtverwaltung haben an einer sogenannten „Zukunftswerkstatt“ zum Thema Verkehr teilgenommen. Benannt wurden dabei altbekannte Kritikpunkte – von Brummi-Invasionen in der Innenstadt bis hin zu voll geparkten Wohnstraßen.

Sowohl den Autoströmen als auch dem öffentlichen Nahverkehr widmeten sich die Teilnehmer im Saal des Bürgerhauses, doch auch die Förderung des Radfahrens in der Kommune war ein Thema der Arbeitsgruppen, auf die sich die Besucher verteilten. Einleitend wurden sie über einen Bericht des Radfahrclubs zu den Sendener Radfahrverhältnissen informiert.

Ingenieur Michael Preuß gab den Bürgern einen Einblick in die Grundsätze der Verkehrsplanung. So seien sowohl die Entwicklung der Bevölkerungszahlen als auch Zukunftsprognosen sowie eigene Zählungen in ein Konzept einzubeziehen. In Senden, ergänzte er, liege der Anteil des Autoverkehrs aktuell bei 69 Prozent – nur ein knappes Drittel der Menschen nutze hingegen Bus, Bahn oder Rad.

Sicherheitslücken, fehlende Schilder und umständliche Verkehrsführung gehörten zu den Mängeln, die zwei Vertreter des Allgemeinen Fahrradclubs, Walter Radtke und Florian Junginger, in ihrem im Auftrag der Stadt verfassten Radel-Bericht aneinandergereiht haben. Da konnten auch die Besucher noch die eine oder andere Entdeckung ergänzen – und Lösungsvorschläge einbringen. Dazu gehörte etwa die Idee eines durchgehenden „Radschnellwegs“ von Witzighausen nach Gerlenhofen, die durchs Wullenstetter Gerinne sowie den Stadtpark führen könnte.

Durchfahrende Lastwagen in der Kemptener- sowie der Römerstraße oder Stau durch Linksabbieger vor dem Kreisel an der Alemannenstraße gehörten zu den Kritikpunkten, die die Besucher auflisteten. Doch auch Falschparker machen Probleme. In schmalen Straßen, bemerkte ein Teilnehmer, kämen wegen beidseitig abgestellten Autos Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr häufig nicht durch, und auch Fußwege würden nicht selten vollgestellt, ergänzten weitere Redner. Schlechtes Durchkommen herrsche vielfach in der Berliner Straße, wo sich der Verkehr an den Einfahrten zu den Geschäften zurückstaut.

Am 26. März geht es um das Bahnhofsareal

„Einen Einstieg in die Verkehrsplanung“, sah Bürgermeister Raphael Bögge geschafft. Die Ideen sollen in ein neues Verkehrskonzept einfließen, „sie gehen nicht verloren“, versprach er. Schließlich wolle sich Senden für das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ bewerben, das der Kommune „große Möglichkeiten“ bieten könne.

Ein weiteres Thema, das die Teilnehmer an diesem zweistündigen Abend mehrfach ansprachen, wird bald bei einer weiteren Zukunftswerkstatt in den Blick genommen: das Bahnhofsumfeld. Um neue Gestaltungsmöglichkeiten geht es am 26. März im Bürgerhaus. (ahoi)

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