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Die gute Nachricht

05.05.2020

So hilft die Kartei der Not in der Corona-Krise

Der Malteser Hilfsdienst in Neu-Ulm packt Lebensmitteltüten für Menschen, die normalerweise beim „Suppentreff“ essen.
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Der Malteser Hilfsdienst in Neu-Ulm packt Lebensmitteltüten für Menschen, die normalerweise beim „Suppentreff“ essen.
Bild: Pia Eble

Leserhilfswerk unterstützt zum Beispiel die Sendener Tafel und den Malteser-Lebensmitteldienst

Die Folgen der Coronakrise bringen viele bedürftige Menschen unverschuldet in existenzielle Bedrängnis. Das Hilfswerk unserer Zeitung ist deshalb in der gegenwärtigen Lage umso mehr gefragt. Hier zwei Beispiele, wie die Kartei der Not aktuell im Landkreis hilft.

Wie so viele Tafeln, musste auch die Tafel in Senden aufgrund der Coronakrise erst mal schließen. Die überwiegend älteren ehrenamtlichen Mitarbeiter konnten aufgrund der Infektionsgefahr nicht weiterarbeiten und auch der Platz, um die Abstandsregelungen einzuhalten, war nicht gegeben. Deswegen hat sich die Tafel dazu entschlossen, mit Unterstützung der Pfadfinder in Senden und der freiwilligen Feuerwehr kontaktlos Lebensmittelgutscheine auszugeben. Gemeinsam mit dem Bürgerverein Senden und weiteren Spendern hilft die Kartei der Not mit einem Betrag von 5200 Euro mit, dass die 260 hilfsbedürftigen Menschen und Familien, die auf die Tafel angewiesen sind, so weiterhin mit Lebensmitteln versorgt werden können.

Der „Johannes’ Suppentreff – Take Away“ des Malteser Hilfsdienstes Neu-Ulm ist aus der Corona-Not geboren (wir berichteten). Normalerweise kommen Menschen ohne Obdach und andere finanziell Bedürftige in den Suppentreff, um einmal am Tag ein warmes Essen zu bekommen und sich bei einem Kaffee mit anderen zu unterhalten. Da dies wegen der Corona-Krise nicht mehr möglich ist, haben die Malteser kurz entschlossen eine „Take Away-Variante“ auf die Beine gestellt. Jetzt können bedürftige und obdachlose Menschen an der Dienststellentür der Einrichtung eine Vespertüte mit frischem Obst, Gemüse, Semmeln, Aufschnitt und etwas Süßem abholen. Die Kartei der Not unterstützt die Suppenküche dabei und finanziert mit insgesamt 1600 Euro die Lebensmittel samt Tüten und die nötige Schutzausstattung für die Helfer. So kann dank der Förderung unseres Hilfswerkes auch an dieser Stelle in den nächsten Wochen die Versorgung vieler Menschen mit dem Nötigsten fortgeführt werden. Das Angebot wird gut angenommen, sagt die Dienststellenleiterin der Malteser, Pia Eble. Jeden Mittwochnachmittag werden 50 Tüten an Bedürftige abgegeben, die sonst zu den Stammbesuchern des „Suppentreffs“ gehören. Die Organisation übernehmen ehrenamtliche Helfer

Im gesamten Erscheinungsgebiet unserer Zeitung arbeitet die Kartei der Not eng mit allen Stellen im sozialen Netzwerk zusammen und unterstützt gemeinnützige soziale Organisationen möglichst unbürokratisch bei ihren Maßnahmen und Projekten zur Verringerung solcher Notlagen.(az/hip)

Alle Informationen zur Hilfe der Kartei der Not finden Sie unter

www.kartei-der-not.de

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