1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. So lief das offene Casting für „das Supertalent“

Neu-Ulm

04.04.2019

So lief das offene Casting für „das Supertalent“

Ab Herbst 2019 suchen Dieter Bohlen und seine Jury wieder „Das Supertalent“. Am Donnerstag wurden im Orange-Hotel in Neu-Ulm bei einem offenen Casting besondere Talente aufgespürt.
3 Bilder
Ab Herbst 2019 suchen Dieter Bohlen und seine Jury wieder „Das Supertalent“. Am Donnerstag wurden im Orange-Hotel in Neu-Ulm bei einem offenen Casting besondere Talente aufgespürt.

Das Team der RTL-Show „Das Supertalent“ sucht in Neu-Ulm nach Kandidaten für die nächste Staffel. So schlugen sich die Teilnehmer beim offenen Casting.

Die warme Stimme von Christian Morgenstern verstummt, nur noch der sanfte Klang seiner Gitarre hallt noch etwas nach. „Where you stand to me“ heißt der selbst komponierte Song, den der Ulmer gerade präsentiert hat. Noten lesen kann der 30-Jährige nicht, für seine Darbietung erntet er trotzdem viel Applaus. Denn im Warteraum des Orange-Hotels in Neu-Ulm tummeln sich eine Menge Zuhörer – und eines haben sie alle gemein: Sie lechzen nach Aufmerksamkeit, wollen auf die ganz großen Bühne. Da scheint das offene Casting für die RTL-Show „Das Supertalent“ genau das Richtige zu sein. Ein Magnet für mal mehr, mal weniger begabte Rampensäue sozusagen. Und sie alle wollen sich im Herbst im Fernsehen vor Millionenpublikum und Juror Dieter Bohlen beweisen. Dafür müssen sie aber beim Casting in Neu-Ulm überzeugen, auch wenn Bohlen da noch nicht dabei ist.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Der Ulmer Christian Morgenstern gehört vermutlich zu denen, die es zumindest an diesem Tag eine Runde weiter schaffen werden. Obwohl das dem Wirtschaftsfachwirt aus der Donaustadt offenbar völlig gleichgültig ist: „Ob ich hier weiter komme ist mir egal, aber falls ja, dann könnte es sein, dass es mich doch noch packt.“ Zum Casting ist er gekommen, weil seine Bekannte, Katharina, ihm Mut gemacht hat. Sie begleitet den Hobbymusiker zur Belohnung und ist überzeugt, dass er das Zeug zum Star hat, wie sie sagt. Zumindest an Erfahrung mangelt es Morgenstern nicht. Er kommt aus einer musikalischen Familie und musiziert selbst seit er sieben Jahre alt ist. In seinen Songs erzählt er, mal auf englisch, mal auf deutsch, von seinen Erlebnissen und Gefühlen. „Musik ist mein Leben, ohne Musik bin ich tot“, sagt er über seine Leidenschaft.

Kandidaten beim Casting für „das Supertalent“ in Neu-Ulm wollen zu Dieter Bohlen

Mit ihrem musikalischen Talent will auch Ida Schalk aus Neu-Ulm überzeugen. Die Elfjährige wird die Titelmusik zum Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ auf dem Klavier vortragen und dafür schon fleißig geübt – denn das Stück gehört zu den schwierigsten in ihrem Repertoire. „Ich übe jeden Tag eine Stunde lang, aber bei diesem Lied muss man mit der rechten Hand andauernd Oktaven greifen – das finde ich schon sehr schwer. Aber Übung macht den Meister.“ Sehr nervös ist die Gymnasiastin ohnehin nicht: „Natürlich würde ich gerne ins Fernsehen. Ich denke, einen Versuch ist es allemal wert – aber wenn es nicht klappt, ist das auch nicht weiter schlimm.“ Berühmt zu sein, davon träumt die Elfjährige nämlich keineswegs. Musiklehrerin möchte sie später einmal werden.

Die potenziellen Supertalente kommen aber nicht nur aus der Region, sondern auch von weit entfernt und haben atemberaubende Tanzeinlagen oder rasiermesserscharfe Samurai-Schwerter im Gepäck. Eine Tanzgruppe aus Kissing bei Augsburg ist mit dem Bus angereist. „Wir tanzen für unsere Freundin Julia. Sie ist vor einer Woche an Leukämie erkrankt“, erklärt die neunjährige Fronttänzerin Antonia. Die 13 Tänzerinnen im Alter von sieben bis neun Jahren werden von Betreuerin Evi Wrusch begleitet und sind eine Runde weiter. Das ist auch das Ziel von Francesco Infantone aus Schramburg im Schwarzwald. Der Kampfsportler zeigt aberwitzige Einlagen mit Samurai-Schwertern und Pfeilen. „Ich möchte berühmt werden“, erklärt der 57-Jährige ganz offen und ehrlich. Für alle die das auch möchten: Die offenen Castings für „Das Supertalent“ machen noch bis Juni in verschiedenen Städten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg Station.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren