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Ulm

20.02.2016

So sieht Ulms neues Sterne-Hotel aus

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2 Bilder
Das „neue Gesicht“ des Dichterviertels in Ulm: ein 4-Sterne-Hotel, Bürofl ächen sowie ein Veranstaltungssaal samt Empfang.
Bild: Visualisierung: Pro Invest

74 Wohnungen und ein luxuriöses Hotel: Der Investor stellt Details des 50-Millionen-Euro-Projekts im Dichterviertel vor. Bereits Anfang 2018 sollen die ersten Gäste kommen.

Skater und Sprayer werden trauern: Dieser Tage verschwinden die letzten Hallen der Firma Wagner und Hefele und mit ihnen die knallbunten Graffitis. Bereits Ende 2017 oder Anfang 2018 sollen auf diesem Gelände am Hindenburgring unweit des Hauptbahnhofs Geschäftsleute und Touristen in einem schicken 4-Sterne-Hotel einchecken können. Der Bauausschuss des Ulmer Gemeinderats (wir berichteten) und zuletzt auch der Gemeinderat haben jeweils einstimmig den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan „Nördliches Dichterviertel“ gefasst. Nun stellten der Investor und Vertreter der Hotelkette ihr gemeinsames Projekt vor.

Über 50 Millionen Euro investiert Rainer Staiger mit seiner Firma Pro Invest. Für den gebürtigen Ulmer ist das Projekt eine erklärte Herzensangelegenheit. Derjenige zu sein, der damit beginnt eine langjährig stillgelegte Industriebrache zu neuem Leben erweckt, erfülle ihn mit Stolz. In Sichtweite ging er einst aufs Schubart-Gymnasium und blickte auf das Gelände, das nun unter dem Namen „Dichterviertel“ ein komplett neues Quartier ergeben soll. Die Voraussetzungen seien ideal, auch wenn sich die Gegend derzeit noch nicht von ihrer Schokoladenseite zeigt: Das Dichterviertel liegt zentral zwischen der Ulmer Innenstadt und der Weststadt. In kurzen Wegen sind sowohl die Fußgängerzone, der Hauptbahnhof, die Straßenbahn und der Omnibusbahnhof zu erreichen. Diese zukünftig 800 Wohnungen befinden sich zudem nur einen Steinwurf entfernt von der Parklandschaft „Kleine Blau“.

Was das neue Hotel "Leonardo Royal" in Ulm bietet

Den Anfang macht erst mal Staiger mit einem Gebäudekomplex inklusive Hotel und insgesamt 74 Wohnungen. Im ersten Bauabschnitt entstehen vier unterschiedliche Bauten mit einer harfenähnlichen Grundstruktur, deren Namen ins Dichterviertel passen: Lyrika, Poeta und „Domus in medio“. Das letztere nennt Staiger „Stadthaus“. Dies werde geprägt von Dienstleistungs- und gastronomischen Flächen im Erdgeschoss, die auf einen neu gestalteten Stadtplatz hinführen. Für das Gebäude Lyrika hat sich der Initiator „freiwillig verpflichtet“, 20 Mietwohnungen nach den Richtlinien der Stadt Ulm für preisgünstigen Wohnraum zu errichten.

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Entlang des Hindenburgrings entsteht als auffälligstes Gebäude ein neues Hotel mit 148 Zimmern. Dies wird (wie berichtet) zur Leonardo-Kette gehören, die in Deutschland bereits 58 Häuser betreibt. Konkret hat sich die israelische Fattal-Gruppe dahinter für ein „Leonardo Royal“ entschieden – das heißt ein eher luxuriöses Haus im Gegensatz zu „Leoanardo Inn“, dem Budget-Gegenstück. Über dem Hotel wird ein Veranstaltungsraum samt Büroflächen errichtet. Der Veranstaltungsraum steht nicht nur Hotelgästen und Büronutzern zur Verfügung, sondern er könne auch für Festivitäten jeglicher Art gemietet werden.

Zur Sicherung der architektonischen Qualität wurde erstmals in Ulm der „Mobile Gestaltungsbeirat der Baden-Württembergischen Architektenkammer“ gerufen. Diesen lobte der Architekt Roland Haehnel: Er habe dies nicht als Gängelung empfunden sondern als Gewinn.

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