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Ulm/Landkreis Neu-Ulm

18.03.2020

So verändert Corona den Nahverkehr in Ulm und der Region

Als Reaktion auf den veränderten Ablauf des öffentlichen Lebens infolge der Corona-Pandemie ändert sich das Nahverkehrsangebot.
Bild: Alexander Kaya

Der Fahrplan wird ausgedünnt, die größtmöglichen Busse sind unterwegs und Schulen mit Notbetreuung werden angefahren. Was im Ding-Netz nun noch alles gilt.

Als Reaktion auf den veränderten Ablauf des öffentlichen Lebens infolge der Corona-Pandemie setzen die Verkehrsunternehmen im Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (Ding) weitere Maßnahmen um. Im Detail sind das:

Die SWU Verkehr stellt ab Donnerstag, 19. März, auf einen erweiterten „Samstags“-Fahrplan um. Bis auf Weiteres gilt der Samstagsfahrplan auf allen SWU-Linien. Die Linien 1, 2, 4 und 5 werden morgens inklusive aller Anschlüsse auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet. Auf den Linien 6, 7, 8, 11, 12, 13 und 16 gilt der bereits bekannte Samstagsfahrplan. Auf der Linie 9 sind auch zwischen 5 und 8 Uhr alle 30 Minuten Busse im Einsatz.

Verkehrsverbund Ding: Anderer Fahrplan wegen Coronavirus-Pandemie

Im Donautal wird für die Linie 10 zwischen 5 und 18 Uhr sichergestellt, dass diese einen 30-Minuten-Takt halten kann. Danach fahren die Busse bis gegen 23 Uhr stündlich. Schülerverstärkerfahrten, die Linien 14 und 15 sowie Nachtbusse entfallen ab Donnerstag ersatzlos. Ab dem kommenden Wochenende, beginnend mit der Nacht Freitag/Samstag, werden alle Nachtbusverkehre im Ding eingestellt; gemeint sind Fahrten ab 0.30 Uhr.

So verändert Corona den Nahverkehr in Ulm und der Region

Ab Montag, 23. März, gehen alle anderen Verkehrsunternehmen im baden-württembergischen Teil des Ding-Gebiets (Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach) dazu über, nach Ferienfahrplan zu fahren. Erinnerung: Im Kreis Neu-Ulm wird bereits seit vergangenem Montag nach Ferienfahrplan gefahren.

Ding: Schulen mit Notbetreuung werden angefahren

„Ferienfahrplan“ bedeutet: Die im Fahrplan mit „S“ für Schule gekennzeichneten Fahrten entfallen, die mit „F“ für Ferien gekennzeichneten Fahrten kommen hinzu.

Laut Information der Schulen werden mit dem Ferienfahrplan die Schulstandorte, an denen eine Notbetreuung von Schülern angeboten wird, erreicht.

Die Rufbus-Angebote (Pfiffibus, Spätbus Ehingen) werden aufrechterhalten. Auch hier steht der vordere Einstieg bzw. der Sitz neben dem Fahrer zum Schutz vor Neuinfektionen nicht zur Verfügung.

Ulm und Kreis Neu-Ulm: Unternehmen wollen größtmögliche Busse einsetzen

Die Verkehrsunternehmen werden versuchen – trotz ausgedünntem Fahrplan – die größten zur Verfügung stehenden Fahrzeuge einzusetzen, auch im Rufbusverkehr. Dadurch müssen die Fahrgäste nicht „Schulter an Schulter“ sitzen und können so einer Infektionsgefahr wirksam vorbeugen.

Die Einstellung des Fahrscheinverkaufs durch den Busfahrer führt vor allem im Regionalbusverkehr zur Frage, wie ein gültiger Fahrschein erworben werden kann.

Dazu zwei Vorschläge: Führt die Fahrt zu einem Ziel, an dem ein Fahrscheinautomat vorhanden ist, kann dort nachgelöst werden. Ist auch am Ziel der Fahrt kein Fahrscheinautomat vorhanden, kann die Anzahl der durchgeführten Fahrten notiert und die betreffenden Fahrscheine dann erworben werden, wenn der Ticketverkauf beim Busfahrer oder dem Sitz des Verkehrsunternehmens wieder möglich ist.

Der länderübergreifende Aktionstag „Ohne Auto – mobil“, der für den Samstag, 9. Mai, geplant war, entfällt. (az)

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