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Thalfingen

07.08.2019

Stadtranderholung in Elchingen: Ferien im magischen Mittelalter

Felix, Sophie, Laura und Isabel basteln an ihrer mittelalterlichen Hütte. Zwei Wochen werden Kinder ab sechs Jahren bei der Stadtranderholung betreut.
Bild: Andreas Brücken

Fast 200 Kinder werden bei der Elchinger Stadtranderholung von ehrenamtlichen Helfern auf dem Festplatz in Thalfingen betreut.

Für originelle Programme sind die Macher der Elchinger Stadtranderholung bekannt. Lauteten die Mottos in den vergangenen Jahren „Rund um die Welt“ oder „Wilder Westen“, hat das Team um Alexander Hank und der Gemeindejugendpflegerin Carmen Wölfl in diesem Jahr das „magische Mittelalter“ zum Thema erklärt. Ein Rahmen, der für die fast 200 Teilnehmer zwischen sechs und 13 Jahren ein schier unerschöpfliches Programm bietet.

So merkt jeder Besucher gleich beim Betreten des Thalfinger Festplatzes, in welchem Zeitalter er sich befindet, wenn er den Blick auf die Burgschänke „Zum blauen Schneck“ richtet. Auch Sophie, Laura und Isabel (alle drei neun Jahre alt) sowie der zwölfjährige Felix haben ihre Holzhäuser ganz ins Zeichen des düsteren Mittelalters gestellt: Die Burg des Tapferen und des Todes haben die vier ihre Bauprojekte genannt.

Stadtranderholung in Elchingen: "Frühschicht" kommt bei Eltern gut an

Mit Hammer, Nägeln und Sägen hat das junge Bauarbeiterquartett in den vergangenen Tagen zwei bemerkenswerte Hütten entstehen lassen. Wenn die Arbeiten auf den ersten Blick auch etwas an einen Abenteuerspielplatz erinnern, macht Betreuerin Wölfl klar, dass die Ferienmaßnahme auf professionellen Beinen steht: Bereits Tage bevor die Kinder zur Stadtranderholung ab dem ersten Ferientag auf dem Platz erscheinen, müssen Zufahrten beschildert, Toiletten aufgestellt oder Baumaterialien beschafft werden. „Allein das Holz für die Hütten kostet jedes Jahr etwa 4000 Euro.“ Froh sei Wölfl am Ende jeder Ferienmaßnahme, wenn die stattlichen Hütten von den Teilnehmer abgeholt würden. „Dann sparen wir uns die Entsorgungskosten für das Holz.“

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Dankbar ist die Gemeindejugendpflegerin, dass sich auf insgesamt 27 ehrenamtliche Helfer verlassen kann. Alexander Hank korrigiert den Begriff Helfer: Über die Jahre sei ein Freundeskreis entstanden, in dem man sich aufeinander verlassen könne. Auch wenn die jungen Teilnehmer am Abend den Platz verlassen, bleiben einige Betreuer über Nacht in ihren Zelten. Viele von ihnen seien schon als Kinder bei der Ferienbetreuung dabei gewesen, sagt Hank und erklärt das Lebensgefühl, das ihn und das gesamte Team immer wieder motiviert: „Die Stadtranderholung ist wie ein Virus, den man nicht so leicht losbekommt.“

Bewährt hat sich die Frühschicht, die im vergangenen Jahr eingeführt wurde, sagt Anett Georgi von der Elchinger Gemeindeverwaltung. Berufstätige Eltern können hier ihre Kinder bereits ab 7.30 Uhr abgeben.

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