Newsticker

Umfrage: Jeder zweite Deutsche hat Sorgen vor deutlichem Wieder-Anstieg der Infektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Storchenpaar hat in Finningen Einzug gehalten

Finningen

20.05.2020

Storchenpaar hat in Finningen Einzug gehalten

Vier Wochen haben Familie Adebar genügt, das Pfarrhausdach in Finningen weithin weiß zu sprenkeln. Die Störchin soll bereits Eier bebrüten.
Bild: Gerrit-R. Ranft

Plus 16 Jahre des Wartens haben ein Ende: Ein Storchenpaar hat sich in Finningen niedergelassen. Es sollen sogar bereits zwei Eier im Nest auf dem Pfarrhaus liegen.

Das lang ersehnte Storchenpaar hat in Finningen Einzug gehalten. Geduldiges Warten über sechzehn Jahre hat sich gelohnt. Herr und Frau Adebar haben offensichtlich von dem ihnen im März 2004 hergerichteten wagenradgroßen Nest auf dem Dach des Pfarrhauses Besitz ergriffen. Gerüchte besagen, es lägen auch schon zwei Eier im Gelege, die die Störchin geduldig bebrütet.

Im März 2004 hatten Mitglieder und Freunde des Gerlenhofener Arbeitskreises Umweltschutz (Gau) und der Pfarrgemeinde St. Mammas das Nest aufs Kirchendach gehievt. Aus guten Gründen – denn am Faschingssonntag des Vorjahrs hatte sich Freund Adebar schon mal in Finningen umgesehen, war aber nicht geblieben und auch nie zurückgekehrt. Schwabens Storchenfachmann Anton Burnhauser war allerdings der Überzeugung, das Finninger Revier sei geeignet und auch groß genug, ein Storchenpaar zu ernähren. Der Leiter des Illertisser Bauhofs Johann Biber, der bis dahin schon sechs Storchennester gebaut hatte, zimmerte damals auch die Finninger Residenz. Auf die kreisrunde Unterlage, die an die Ständer des Dachgebälks geschraubt wurde, heftete er zunächst armdicke Haselnussprügel. Auf sie packe er Reisig, dann „original Illertisser Grassoden“. Der Storch konnte kommen, musste das Nest lediglich noch mit ein wenig Feinpolster ausstaffieren.

Die Finninger freuen sich über das Storchenpaar auf dem Pfarrhausdach

Doch er kam nicht. Hin und wieder schaute ein Einzelgänger vorbei, zog weiter. Zwischenzeitlich wurde die Pfarrkirche renoviert und saniert. Das gut sechzig Kilogramm schwere Storchennest neben dem Glockenturm wurde im Juli 2017 abgenommen und mithilfe zweier mächtiger Kräne der Werksfeuerwehr von Magirus auf dem Schornstein des benachbarten Pfarrhauses festgemacht.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nicht einmal drei Jahre sind seither vergangen – und nun ist Familie Storch eingezogen. Vom Pfarrhausdach aus haben beide den umfassenden freien Rundblick, den sie lieben. Denkbar, dass auf dem Kirchendach der Glockenturm zu nahe war und die Aussicht trübte. In Finningen jedenfalls preisen sich die Leute glücklich, Freund Adebar nun endlich bei sich zu wissen. (grr)

Das könnte Sie auch interessieren:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren