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Ulm

23.01.2019

Straßenbahn: Erst Zusammenstoß, dann Strom gekappt

Die Linien 1 und 2 fielen für Stunden aus
Bild: Alexander Kaya

Teuere Unfälle bei der Straßenbahn in Ulm: Erst rammt ein Auto eine Tram, dann geht eine Oberleitung kaputt. Stundenlang müssen Ersatzbusse fahren.

Erst prallte ein Auto gegen eine Straßenbahn, dann kam der Verkehr auf den Linien 1 und 2 am Dienstagabend in Ulm völlig zum Erliegen. Nach Angaben von Polizei und SWU riss ein Stromabnehmer an der Haltestelle Theater die Oberleitung herunter. Dort hatte sich bereits der Zusammenstoß von Auto und Straßenbahn ereignet. Die Folge: Das Unternehmen musste den Strom für mehrere Stunden abschalten. Zwischen 19 Uhr und Betriebsschluss um 1.30 Uhr fuhren keine Straßenbahnen, die SWU setzten ersatzweise Busse ein. Einen Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen gibt es nicht. „Das waren zwei Dinge, die unabhängig voneinander zu fast der gleichen Zeit und ausgerechnet an der gleichen Stelle geschehen sind“, sagte ein Unternehmenssprecher unserer Redaktion.

Wie die Polizei berichtet, hatte ein 50-jähriger Autofahrer gegen 17.30 Uhr an einer Ampel an der Kreuzung Olgastraße/Neutorstraße gewendet. Bei dem Manöver prallte sein VW Caddy gegen eine neue Straßenbahn der Linie 2, die aus der Neutorstraße in die Olgastraße einbog. Die Fahrgäste in der Bahn blieben unverletzt, der 61-jährige Tram-Fahrer trug leichte Blessuren davon. Der VW Caddy musste abgeschleppt werden. Den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf ungefähr 35000 Euro.

Ulm: Straßenbahn fällt stundenlang aus

Eine halbe Stunde nach dem Zusammenstoß fuhr eine Tram der Linie 1 auf die Haltestelle Theater zu. Wie der SWU-Sprecher sagt, verhakte sich ein Stromabnehmer aus ungeklärter Ursache in der Oberleitung und riss diese ab. Um 19 Uhr schalteten die Stadtwerke den Strom der Straßenbahn ab. Elf SWU-Mitarbeiter und zwei Angestellte externer Dienstleister waren im Einsatz, um den Schaden zu reparieren. Um 23.15 schalteten die Stadtwerke den Strom wieder an. Den Betrieb von den Ersatzbussen wieder auf Strom umzustellen, hätte sich jedoch nicht gelohnt, so der Unternehmenssprecher. Deshalb fuhren die Busse bis Betriebsschluss weiter. „Es war Vorfall von sehr außergewöhnlicher Dimension. Wir haben alles mobilisiert, was zu mobilisieren war“, sagte derSprecher. (mase)

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