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Ulm

22.07.2020

"Stürmt die Burg!": Die Wilhelmsburg wird zur Spielwiese

Die Burg wird zum Biergarten – und zum Veranstaltungsort eines bunten und vielfältigen Programms.
Bild: Stefan Kümmritz

Plus Ab Freitag heißt es wieder „Stürmt die Burg!“ – das Programm ist vielfältig. Aktionen und Angebote gibt es im Corona-Sommer nicht nur auf dem Michelsberg. Ein Überblick.

Der Sommer ist da – und Corona leider auch noch. Kein Grund für die Macher der Kulturevents in der Ulmer Wilhelmsburg, dieses Jahr auf Veranstaltungen dort zu verzichten. An einem der schönsten Orte der Stadt, am Michelsberg hoch über Ulm, können Besucher nicht nur angenehme Stunden im großzügigen Biergarten verbringen, sie können auch die 67 Programmpunkte genießen, die ihnen von der Kulturabteilung der Stadt Ulm in Zusammenarbeit mit verschiedenen hiesigen Kultureinrichtungen zwischen dem Auftakttag am Freitag, 24. Juli, und dem Ende am 30. August geboten werden.

Wer die Wilhelmsburg mitstürmen will, kann Shuttle-Busse aus der Innenstadt nutzen.
Bild: Stefan Kümmritz

Der „Pop-up Space“ geht in seine dritte Runde und trotz der corona-bedingten Beschränkungen können viele Menschen dabei sein. Der Innenhof der Burg bietet schließlich Platz für Tausende, wobei jetzt nur 250 Gäste und ab 1. August 500 gleichzeitig zugelassen sind. Corona-Gefahren sollten also allenfalls dort lauern, wo sich uneinsichtige Besucher einfach nicht an die Regeln halten wollen. Maskenpflicht gilt nur beim Gang zur Toilette oder beim dichten Anstehen an Getränke- und Essensständen. Zumindest im Freien, denn in den alten Festungsgemäuern wird es auch das eine oder andere zu erleben geben, zum Beispiel der von der Akademie der Darstellenden Künste (ADK) inszenierte Theaterparcours „Overload“.

"Stürmt die Burg": Programm, Anfahrt und Corona-Regeln

„Das ist dieses Jahr eine Spielwiese“, sagt Sabine Schwarzenböck von der Kulturabteilung der Stadt Ulm. „Der Gemeinderat hat beschlossen, 70.000 Euro für das Bespielen der Stadt an mehreren Orten zu genehmigen.“ Ein Großteil davon fließt in die Veranstaltungen der Wilhelmsburg, aber es gibt weitere Förderungen. „Über 70 regionale Kulturschaffende haben sich für diese Saison beworben“, so Schwarzenböck weiter, „und wir haben dann eine Auswahl getroffen. Aber das Gros der Bewerber ist dabei.“ Auf dem Programm stehen Veranstaltungen von Musik über Tanz, bis hin zu Schauspiel, Kabarett und Literatur. In der jetzt beginnenden Saison können die Besucher immer von Donnerstag bis Sonntag in die Wilhelmsburg pilgern und sich am Gebotenen erfreuen. Donnerstags, freitags und samstags bringt wieder ein Shuttlebus von 18 Uhr an im halbstündigen Rhythmus die Menschen von der Neuen Mitte aus zur Burg, am Sonntag, dem Familientag, verkehrt er nicht.

Sabine Schwarzenböck, Nadine Vogelmann und Sebastian Huber freuen sich auf den Auftakt am Freitag.
Bild: Stefan Kümmritz

Wenn es jetzt also wieder heißt, „Stürmt die Burg!“, erwartet die Gäste ein bunter Veranstaltungsmix bei freiem Eintritt. Am Eröffnungstag am morgigen Freitag, 24. Juli, spielen die Bands „Mexican Blue“ (Americana-Folk/19.15 Uhr) und „Brassmaniacs“ (Funk, Hip-Hop, Soul/21.15 Uhr). Spannend klingen auch Fabienne Yoga über den Dächern Ulms oder „Grauendunkel – ein Livehörspiel“, jeweils am Freitag, 31. Juli.

Ulm: Vielfältiges Kulturprogramm auf der Wilhelmsburg

Am 1. August ist das Ulmer Zelt mit den „Flugfischen“ und „Glasfels“ mit dabei. Russische Kultur in Form einer musikalisch-kulinarischen Begegnung steht unter anderem am 2. August auf dem Programm. Am Donnerstag, 6. August, ist um 19 Uhr die Vernissage zur Fotoausstellung „Erfinder“ von Anna Reccia. Kabarettistin Marlies Blume wird sich ein Stelldichein geben, die Buchhandlung Aegis stellt Literaten vor, Dieter Kraus und Uwe Lange sind mit einer „Klangfusion“ dabei, Interessierte können am Donnerstag, 20. August (18.30 Uhr) und an zwei weiteren Tagen an einer Führung durch die Wilhelmsburg teilnehmen, der „Tatortreiniger“ von der Jungen Ulmer Bühne ist am gleichen Abend zugange, es gibt Countrytrash mit Rango Dango und Punk auf der Burg, Pop und ein Supreme Underground Camp – und natürlich darf auch Hip-Hop nicht fehlen. Ein Riesenprogramm, dem nur schlechtes Wetter einigermaßen einen Streich spielen kann.

Sebastian Huber, der Leiter für Projekte und Veranstaltungen in der Kulturabteilung der Stadt Ulm, weist nicht nur auf ein ausführliches Kinderprogramm und das historische Kinderkarussell hin, sondern auch auf Begleitendes wie die Bar, die Streetfoodstände, Sonntagsfrühschoppen, Pop-up Yoga, Pop-up Zumba, die Utopia Tool Box, die Einkaufswagen mit Kräutern, die schon auf die Landesgartenschau 2030 hinweisen, und nicht zuletzt auf die schönen Wanderwege rund um die Burg. Jeder kann dort in den nächsten Wochen auf seine Kosten kommen. „Und die Sicherheitsmaßnahmen wegen Corona sind ausgezeichnet“, sagt Nadine Vogelmann von CPN Events, dem neuen Gastro-Partner. „Es gibt mehrere Stellen, an denen man die Hände desinfizieren kann, die Sitzplätze sind mit großem Abstand aufgestellt, jeder muss sich am Eingang registrieren und Sicherheitspersonal schaut stets nach dem Rechten.“ Ungetrübtem Vergnügen in der Burg steht also nichts im Wege.

Das Programm und weitere Infos auf die-wilhelmsburg.de.

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